Sören Fischer

Sören Fischer (* 1964 in Stuttgart) ist ein deutscher Jazzmusiker (Posaune).

Fischer lebt seit 1985 in Berlin, wo er an der Hochschule der Künste Berlin bei David Friedman und Jerry Granelli studierte. Weiterhin bildete er sich in New York, Banff/Kanada und Gambia weiter.
Zunächst gehörte er zum Ensemble von Michael Sell und war als Posaunist an zwei Einspielungen von dessen Werken beteiligt. Dann war er Teil des Berlin Contemporary Jazz Orchestra, das mit Alexander von Schlippenbach arbeitete (Morlocks). Er ist Mitglied der RIAS Big Band Berlin und der Bigband der Deutschen Oper Berlin. 1999 veröffentlichte er mit seiner Gruppe die CD Don’t Change Your Hair for Me, die von der Kritik positiv besprochen wurde.
Fischer gehört weiterhin zu Thärichens Tentett, mit dem er durch China, Süd-Indien und Vietnam tourte. Auch ist er auf Alben von Lisa Bassenge, Jazzanova und Wolfgang Haffner zu hören. Weiterhin arbeitete er mit Ray Brown, Scorpions, James Morrison, Toots Thielemanns, Cyndi Lauper, Holly Cole, Till Brönner, Jim McNeely, Richie Beirach, Joe Gallardo, Aki Takase, Conny Bauer, Nils Petter Molvaer, De Phazz, der German Trombone Vibration und der NDR-Bigband. Als Studiomusiker war er zudem für Robbie Williams, Metallica, Pigor & Eichhorn, Udo Jürgens und Nana Mouskouri tätig.
Fischer war Lehrbeauftragter für Posaune an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin (1995–2003), am Jazz-Institut Berlin (2005–2007), der UdK Berlin (2009) und unterrichtet u.a. an den Musikschulen Friedrichshain-Kreuzberg und City West.
Fischer erhielt Preise und Stipendien bei Jugend musiziert, Jugend jazzt und der Berliner Jazzförderung.

Plastiki

Die Plastiki als Schaustück im Australian National Maritime Museum
Die Plastiki ist ein aus 12 500 PET-Flaschen konstruierter Segelkatamaran. Er gehört dem Aktivisten und Millionär David de Rothschild. Mit der Plastiki-Expedition wollte die Crew 2010 auf die Gefährdung der Meere durch Plastikmüll aufmerksam machen.

Der Name Plastiki soll an das Holzboot Kon-Tiki erinnern, mit dem der norwegische Abenteurer Thor Heyerdahl 1947 über den Pazifik segelte.
Zunächst plante Rothschild am 28. April 2009, dem Jahrestag der Kon-Tiki-Expedition, mit einem Floß aus Plastikflaschen und rezyklierten Materialien den Pazifischen Ozean von Nordamerika nach Australien zu besegeln. Anfang März 2010 wurde schließlich nach dreijähriger Vorbereitung der Katamaran Plastiki fertig.
Wie bei Segelschiffen dieser Größe üblich, erzeugte die Plastiki ihre Energie mit Windturbinen und Solarzellen. Während der Expedition 2010 benutzte die Crew eine kompostierende Toilette und sammelte Regenwasser. Am Mast hatte die Crew einen Kräutergarten aufgehängt, über dessen Bewuchs während der rauen Überfahrt nichts bekannt ist. Die beiden Masten des Katamaran sind aus Aluminium Bewässerungsrohren gebaut. Der Klebstoff, der den Katamaran zusammenhält, wurde aus Cashewnüssen und Zucker gemixt.
Geplant war, das Boot in Sydney auseinanderzunehmen und das Material zu recyceln. Nach der Ankunft am 26. Juli 2010 wurde das Boot in das Australian National Maritime Museum in Darling Harbour verschleppt, wo es ausgestellt wurde.

Siegel Malis

Das Siegel Malis wurde am 20. Oktober 1973 gesetzlich festgeschrieben, war aber bereits seit 1961 in Gebrauch. 1982 wurde die Farbe geändert.
Das Motto des Landes – Un peuple, un but, une foi (frz.: „Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube“) – ist im Artikel 25 der Verfassung vorgeschrieben und findet sich in schwarzen Kapitalien im Halbkreis geschrieben in der unteren Hälfte entlang des Randes des Wappens. Den Kreis schließen die Worte Republique du Mali („Republik Mali“) in der oberen Hälfte.
Das Staatssiegel Malis ist kreisrund mit hellblauem Hintergrund. Im Mittelpunkt des Wappens findet sich eine Abbildung der Großen Moschee von Djenné in goldener Farbe über welcher – ebenfalls in goldener Farbe – ein Geier (auch als Taube beschrieben) nach links blickend schwebt. Unterhalb der Moschee wird die aufgehende Sonne – ebenso in Gold – angedeutet. Links und rechts davon finden sich je ein weißer Bogen mit Pfeil.
54 afrikanische Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen: Ägypten | Algerien | Angola | Äquatorialguinea | Äthiopien | Benin | Botswana | Burkina Faso | Burundi | Dschibuti | Elfenbeinküste | Eritrea | Gabun | Gambia | Ghana | Guinea | Guinea-Bissau | Kamerun | Kap Verde | Kenia | Komoren | Demokratische Republik Kongo | Republik Kongo | Lesotho | Liberia | Libyen | Madagaskar | Malawi | Mali | Marokko | Mauretanien | Mauritius | Mosambik | Namibia | Niger | Nigeria | Ruanda | Sambia | São Tomé und Príncipe | Senegal | Seychellen | Sierra Leone | Simbabwe | Somalia | Südafrika | Sudan | Südsudan | Swasiland | Tansania | Togo | Tschad | Tunesien | Uganda | Zentralafrikanische Republik
Andere Gebiete: Ceuta und Melilla | Kanarische Inseln | Madeira | Mayotte | Réunion | St. Helena | Tristan da Cunha
Umstrittene Gebiete: Puntland | Somaliland | Westsahara
Wappen der Staaten von: Asien | Europa | Nordamerika | Südamerika | Ozeanien
Übersicht aller Nationalwappen

Fall Leonarda Dibrani

Der Fall Leonarda Dibrani bezieht sich auf die politischen Unruhen in Frankreich im Oktober 2013, die rund um die Abschiebung Leonarda Dibranis, einer jungen Roma aus dem Kosovo, entstanden.
Leonarda Dibrani war zum Tatzeitpunkt 15 Jahre alt. Ihre Familie stammt ursprünglich aus dem Kosovo, wobei ihre Mutter und ihre Geschwister allesamt in Italien geboren wurden. Ihre Familie lebte bis 2008 in Fano/Italien. Die Kinder fehlten regelmäßig in der Schule und wurden Betteln geschickt. Der Vater, Resat Dibrani, war trotz Bemühungen der Stadt Fano nicht ins Arbeitsleben integrierbar und wurde zumeist verhaltensbedingt gekündigt. Sein Zubrot verdiente er als Schrottsammler. Die Stadt Fano plante aufgrund der Kindswohlgefährdung die Entziehung der Kinder. Um der Entziehung zu entgehen, floh die Familie 2008 nach Frankreich. Bei ihrer Ankunft verbrannten die Eltern alle Urkunden und Reisepässe und stellten Asylanträge. Als Grund für die Asylbedürftigkeit wurde die Diskriminierung als Roma im Kosovo angegeben. Als die wahre Herkunft herauskam, wurden die Asylanträge als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Versuche die Asylbescheide rechtlich anzufechten scheiterten, sodass schlussendlich die Abschiebung beschlossen wurde.
Da Minderjährige nicht ohne Sorgeberechtigten abgeschoben werden können, zerstreute sich die Familie an unterschiedliche Unterkünfte, sodass eine gemeinsame Abschiebung vorerst unmöglich war. Resat Dibrani wurde 2 Wochen vor dem Vorfall alleine abgeschoben. Die Mutter und die Kinder wurden lokalisiert, festgenommen und abgeschoben. Die Schülerin wurde während eines Schulausflugs verhaftet. Dies führte zu den landesweiten Protesten.
Das nach Meinung der Betroffenen inakzeptable Angebot des französischen Präsidenten François Hollande auf die nachfolgende Krise hat zu heftiger Kritik von allen Seiten geführt, einschließlich seiner eigenen sozialistischen Partei.
Jean-François Copé, Parteichef der zweitgrößten Partei in Frankreichs UMP, kündigte daraufhin an, ein neues Gesetz zum Geburtsortsprinzip in Frankreich vorzuschlagen. Bereits am darauf folgenden Tag gab Innenminister Manuel Valls bekannt, Präsident Hollande wolle das Asylrecht anpassen, um ähnliche Fälle in Zukunft zu vermeiden.
Der Sturz im April 2014 von Harlem Désir, der ehemalige Präsident der französischen Sozialistischen Partei wurde teilweise von seiner unangemessenen Haltung während des Dibrani Fall erläutert, als er seine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass nicht nur Leonarda, sondern auch andere Mitglieder ihrer Familie würde erlaubt werden, nach Frankreich zurückzukommen.

Elio de Angelis

Elio de Angelis (* 26. März 1958 in Rom; † 15. Mai 1986 in Marseille) war ein italienischer Automobilrennfahrer. In der Formel 1 startete er für Shadow, Lotus und Brabham. De Angelis bestritt zwischen 1979 und 1986 insgesamt 108 Rennen und gewann zwei Grand Prix.

Mit 14 Jahren begann de Angelis mit dem Kartsport, 1975 belegte er Platz zwei bei der Kart-Weltmeisterschaft hinter dem Belgier François Goldstein. 1976 gewann er die Kart-Europameisterschaft.
1977 stieg de Angelis im Alter von 19 Jahren mit einem Chevron-Toyota in die italienische Formel-3-Meisterschaft ein. Bereits das dritte Rennen gewann er, am Saisonende wurde er Meister. Außerdem bestritt er drei Rennen der Formel-2-Europameisterschaft für die Scuderia Everest von Giancarlo Minardi. 1978 begann er zunächst die Formel-2-Europameisterschaft bei der Scuderia Everest, stieg aber nach dem sechsten Rennen aufgrund der technischen Unterlegenheit seines Teams aus. Er kehrte zurück in die Formel 3, wo er das prestigeträchtige Formel-3-Rennen von Monaco gewann.
Nachdem er bereits im September 1978 Testfahrten für das Formel-1-Team Shadow bestritten hatte, bekam de Angelis einen Vertrag bei Shadow für die Saison 1979. Finanziert wurde dieser Platz von seinem Vater, was ihm zunächst den Ruf eines Paydrivers einbrachte. Sein einziges Resultat in den Punkterängen war der vierte Platz beim letzten Saisonrennen, dem Großen Preis der USA Ost in Watkins Glen.
Dank seiner guten Leistungen mit dem unterlegenen Wagen in der Saison 1979 bot ihm Colin Chapman einen Vertrag beim Team Lotus für die Saison 1980 an. Das beste Resultat in seiner ersten Saison bei Lotus war der zweite Platz beim Großen Preis von Brasilien. Die Weltmeisterschaft schloss er mit 13 Punkten als Siebter ab. 1981 fuhr de Angelis auf Platz acht in der Fahrerweltmeisterschaft mit 14 Punkten. 1982 gewann er in Österreich mit einem Vorsprung von 0,05 Sekunden auf Keke Rosberg seinen ersten Grand Prix. Mit 23 Punkten wurde er in der Weltmeisterschaft Neunter.
In der darauf folgenden Saison 1983 hatte der Lotus zu viele Defekte, deshalb erzielte er mit einem fünften Platz beim Großen Preis von Italien nur zwei Weltmeisterschaftspunkte. 1984 wurde de Angelis Dritter in der Weltmeisterschaft mit 34 Punkten. Obwohl ihm kein Sieg gelang, war das die beste Formel-1-Saison in seiner Karriere. 1985 gewann de Angelis sein zweites und letztes Rennen, den Großen Preis von San Marino. Mit 33 Punkten wurde er Fünfter in der Weltmeisterschaft.
1986 bekam de Angelis einen Vertrag von Bernie Ecclestone bei Brabham. Der sehr flach gebaute Brabham BT55 erwies sich als ein problematisches Auto. Der Große Preis von Monaco war de Angelis’ letztes Formel-1-Rennen.
Elio de Angelis verunglückte am 15. Mai 1986 bei Testfahrten für das Brabham-Team in Le Castellet. Als Unfallursache wird ein Bruch des Heckflügels bei einer Geschwindigkeit von rund 300 km/h in der S-Kurve „La Verrière“ vermutet. Eine offizielle Bestätigung der Ursache gab es jedoch nie. Nach mehreren Überschlägen und einem Kontakt mit der Leitplanke blieb das Auto kopfüber liegen. Als Alan Jones an der Unfallstelle anhielt, brannte der Wagen bereits. Die schlecht ausgerüsteten Marshalls waren nicht in der Lage, das Feuer schnell zu löschen. So dauerte es mehrere Minuten, bis der Wagen umgedreht werden konnte und die Löschfahrzeuge an der Unfallstelle eintrafen. De Angelis soll nicht schwer verletzt gewesen sein, lediglich ein Schlüsselbeinbruch wurde festgestellt. Da bei den Testfahrten kein Rettungshubschrauber an der Strecke zur Verfügung stand, verging viel Zeit, bis de Angelis ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Er starb dort an Erstickung.
1964: Giacomo Russo | 1965: Andrea de Adamich | 1966: Ernesto Brambilla | 1968: Franco Bernabei | 1969: Gianluigi Picchi | 1970: Giovanni Salvati | 1971: Giancarlo Naddeo | 1972: Vittorio Brambilla | 1973: Carlo Giorgio | 1974: Alberto Colombo | 1975: Luciano Pavesi | 1976: Riccardo Patrese | 1977: Elio de Angelis | 1978: Siegfried Stohr | 1979: Piercarlo Ghinzani | 1980: Guido Pardini | 1981: Eddy Bianchi | 1982: Enzo Coloni | 1983: Ivan Capelli | 1984: Alessandro Santin | 1985: Franco Forini | 1986: Nicola Larini | 1987: Enrico Bertaggia | 1988: Emanuele Naspetti | 1989: Gianni Morbidelli | 1990: Roberto Colciago | 1991: Giambattista Busi | 1992: Max Angelelli | 1993: Christian Pescatori | 1994: Giancarlo Fisichella | 1995: Luca Rangoni | 1996: Andrea Boldrini | 1997: Oliver Martini | 1998: Donny Crevels | 1999: Peter Sundberg | 2000: Davide Uboldi | 2001: Lorenzo Del Gallo | 2002: Miloš Pavlović | 2003: Fausto Ippoliti | 2004: Matteo Cressoni | 2005: Luigi Ferrara | 2006: Mauro Massironi | 2007: Paolo Maria Nocera | 2008: Mirko Bortolotti | 2009: Daniel Zampieri | 2010: César Ramos | 2011: Sergio Campana | 2012: Riccardo Agostini

Solar Millennium

Die Solar Millennium AG ist ein 1998 in Erlangen gegründetes und seit Dezember 2011 insolventes deutsches Unternehmen, das auf die Projektierung und Realisierung solarthermischer Kraftwerke spezialisiert ist. Die Solar Millennium versteht sich als Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Die Haupttätigkeiten sind Standortsuche, Projektentwicklung, Planung, Konzeptionierung und Bau von Parabolrinnenkraftwerken.

Die Gründung des Unternehmens erfolgte im Oktober 1998 als Solar Century Management GmbH. Diese wurde im März 1999 in Solar Millennium GmbH umbenannt. Die Aktiengesellschaft entstand durch Umwandlung im Juni 1999.
Zum 1. Januar 2010 wurde Utz Claassen, ehemals Vorstandsvorsitzender bei EnBW, einem der größten Energieunternehmen in Deutschland, Vorstandsvorsitzender bei Solar Millennium, legte aber bereits am 15. März 2010 sein Amt überraschend nieder.
Das Unternehmen kündigte am 17. August 2011 an, bei dem geplanten Solarkraftwerk Blythe in Kalifornien aus Kostengründen auf herkömmliche Photovoltaikmodule zu setzen. Diese und andere negative Meldungen hatten einen Kursabsturz der Aktie um 60 % zur Folge, im weiteren Verlaufe dann um 90 %. Am 10. Oktober 2011 wurde bekannt, dass die Solar Millennium AG plante, das gesamte USA-Engagement an die Solarhybrid AG zu verkaufen, die dort PV-Anlagen bauen sollte. Das Unternehmen sollte an den Gewinnen aus der Kraftwerksrealisierung beteiligt werden.
Eine Anleihe mit Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro, deren Verwendung hauptsächlich für das Großkraftwerk in Blythe geplant war, wurde Mitte September 2011 gestoppt, weil die neuesten Entwicklungen in einem Nachtrag zum Emissionsprospekt abgebildet werden mussten. Da für das Geschäftsjahr 2012 die liquiden Mittel nicht ausreichte, um die fälligen Verbindlichkeiten zu decken, war Solar Millennium deswegen auf zusätzliche Bankkredite angewiesen.
Am 21. Dezember 2011 gab das Unternehmen bekannt, beim Amtsgericht Fürth Insolvenzantrag gestellt zu haben. Zuvor hätten unter anderem in Zusammenhang mit dem USA-Engagement wichtige Verkaufsverträge nicht abgeschlossen werden können. Am 28. Februar 2012 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.
Das erste realisierte Großkraftwerksprojekt war der Komplex Andasol, der aus drei unmittelbar benachbarten, im Wesentlichen baugleichen Parabolrinnenkraftwerken Andasol 1 bis 3 in Südspanien besteht.
Ab Juni 2006 wurde auf der Hochebene von Guadix in Andalusien das Parabolrinnenkraftwerk „Andasol 1“ errichtet. Andasol 1 lief ab Oktober 2008 im Testbetrieb und ging im Dezember 2008 ans Netz. Es wurde allerdings erst im Juli 2009 offiziell eingeweiht, da die Stromabgabe vorher noch nicht im vollständig genehmigten Regelbetrieb erfolgte. Andasol 1 ist das erste Parabolrinnenkraftwerk in Europa. Ein praktisch baugleiches weiteres Parabolrinnen-Kraftwerk „Andasol 2“ entstand unmittelbar neben Andasol 1 auf der Hochebene von Guadix; die Bauarbeiten begannen hier im Februar 2007, und das Kraftwerk befindet sich seit 2009 am Netz. Noch vor Fertigstellung dieses Kraftwerks begannen die Bauarbeiten am Parabolrinnen-Kraftwerk „Andasol 3“, das im Herbst 2011 seinen Betrieb aufgenommen hat. Seit der Inbetriebnahme des dritten Kraftwerks versorgen die Parabolrinnenanlagen Andasol 1 bis 3 mit jeweils rund 500.000 m² Kollektorfläche insgesamt rund 500.000 Menschen mit Solarstrom. Mittlerweile hat das Unternehmen alle eigenen Anteile an Andasol 1 und Andasol 2 an andere Konsortien verkauft. Andasol 3 wurde gemeinsam finanziert von Solar Millennium, Stadtwerke München, RWE Innogy, RheinEnergie und Ferrostaal. Das Kraftwerk wurde am 30. September 2011 offiziell eingeweiht.
Für die Initiierung und Entwicklung der Parabolrinnenkraftwerke Andasol 1 bis 3 erhielt die Solar Millennium AG 2008 die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung Energy Globe Award in der Kategorie „Feuer“ .
Mit den Kraftwerken Ibersol und Arenales – Leistung jeweils 50 MW – verfolgte die Solar Millennium AG weitere Projekte in Spanien. Die Realisierung des Projektes Ibersol scheint aber fraglich, da der Zeitrahmen zu kurz (Fertigstellung bis Ende 2013) und die Finanzierung deshalb ungesichert ist. Am Projekt Arenales (zurzeit im Bau, Fertigstellung spätestens Ende 2013) hat das Unternehmen bereits den größten Teil verkauft und ist nur noch zu 26 % beteiligt, allerdings ist das Projekt überwiegend fremdfinanziert.
Im Dezember 2008 wurde mit dem Bau eines Parabolrinnen-Solarfeldes in Ägypten begonnen. Solar Millennium war hier allerdings nur im Rahmen der Projektierung beteiligt. Dieses Solarfeld ist Teil des südlich von Kairo errichteten Hybridkraftwerkes, das von der ägyptischen Regierung ausgeschrieben worden war und sowohl solarthermische Energie als auch Erdgas nutzen soll. Im Dezember 2010 wurde im Rahmen der Inbetriebnahme das gesamte Solarfeld erstmals zur Sonne ausgerichtet und die Wärmeenergie in den Wärmetauscher des Kraftwerks eingespeist. Die Stromproduktion und -einspeisung ins ägyptische Stromnetz startete im Juni 2011. Die Leistung des Solarfeldes liegt nach Eigenangabe der Firma Solar Millennium bislang deutlich (8 %) über den Erwartungen.
Im Herbst 2010 genehmigte die US-Regierung den Bau eines großen Solarkraftwerks in Kalifornien. Das Unternehmen wollte ursprünglich hier mit insgesamt vier solarthermischen Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1000 Megawatt den größten Solarenergiestandort der Welt realisieren. Entstehen sollte das Projekt in der Mojave-Wüste in der Nähe von Blythe. Das Unternehmen musste weitere Investoren und staatliche Fördergelder in die Finanzierung einbinden. Am 18. April 2011 hatte US-Energieminister Steven Chu der Projektgesellschaft eine „bedingte Zusage“ für Kreditgarantien in Höhe von 2,1 Milliarden US-Dollar angeboten. Diese Kreditgarantie ging mit der Umstellung von Solarthermie auf Photovoltaik verloren. Das Projekt wurde an die Firma Solarhybrid verkauft (diese ist seit 2012 insolvent).
Die Aktien sind seit dem 27. Juli 2005 in Deutschland im Freiverkehr notiert. Sie werden unter anderem an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie in den automatischen Handelssystemen Xetra und Nasdaq geführt. Der Kurs stieg vom Einstiegskurs 10 Euro bis über 45 Euro im Herbst 2007. Nach einem Tiefstand bei 6,25 Euro Anfang März 2009 erreichte die Aktie am 11. Januar 2010 erneut den Spitzenwert von 45 Euro. Ende März 2010 stürzte die Aktie – teilweise wegen später widerlegter Kritiken an der Bilanz und angekündigter Vorstandsrücktritte – bis auf etwa 18 Euro ab.
Zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2010 gab es 12.500.000 ausgegebene Aktien. Davon wurden 10 % von Organmitgliedern des Unternehmens gehalten; 40 % waren in der Hand institutioneller Investoren. Die restlichen 50 % der Aktien befanden sich im Streubesitz. Das Eigenkapital lautete zum 31. Oktober 2010 auf 127,2 Mio. Euro.
Am 3. November 2010 bot die Schweizer Beteiligungsgesellschaft iEnergy AG u. a. Aktionären der Solar Millennium insgesamt bis zu eine Million Aktien ihrer 50%igen Tochterfirma Smart Grids AG (zuvor: BRG Vermögensverwaltung AG) zum Tausch an. Dieses Angebot hätte rechnerisch zu einer Beteiligung am Grundkapital der Solar Millennium AG von höchstens 2,3 % geführt. Solar Millennium veröffentlichte zu diesem Angebot eine Stellungnahme. Die Aktionärsvereinigung WeserStrom warnte am 12. November 2010 vor der Annahme des Angebots, da es mit Risiken verbunden sei. Tatsächlich wurden nur rund 63.000 Smart Grids Aktien bei diesem Tauschgeschäft ausgegeben. Ähnliche Tauschangebote erfolgten am 30. August und 6. September 2011. Allerdings blieben die Aktien der Smart Grids AG weitgehend stabil, während die Aktien der Solar Millennium Anfang Oktober 2011 stark fielen. Derartige Tauschangebote richtete die iEnergy AG auch an Aktionäre zahlreicher weiterer Aktiengesellschaften, wie zum Beispiel des chinesischen Solarunternehmens Yingli.
Am 11. Oktober 2011 wurde schließlich bekannt, dass die Aktienkurse des Unternehmens nach oben manipuliert worden waren. Am 14. Oktober 2011 sank der Aktienkurs im XETRA auf einen historischen Tiefstand von 1,09 Euro. Der Verdacht auf Insiderhandel eines ehemaligen Mitarbeiters des Aufsichtsrates und die Auseinandersetzungen um den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Utz Claassen sowie das Ende des US-Engagements wirkten sich negativ auf das Vertrauen an der Börse aus.
Mit der Bekanntgabe des Insolvenzantrages am 21. Dezember 2011 sank die Aktie in den Bereich des Penny-Stock. Inzwischen (Stand 2013) wird in Medienberichten der Vermögensschaden für die rund 30.000 Anleger, Aktionäre und Anleihegläubiger mit 200 Millionen Euro beziffert.
Das Geschäftsjahr des Unternehmens war nicht mit dem Kalenderjahr synchron, sondern ging vom 1. November bis zum 31. Oktober.
Vorstandsvorsitzender war vom 1. Januar 2011 bis zum 6. Oktober 2011 Christoph Wolff. Seine Vorgänger als Vorstandsvorsitzende waren Thomas Mayer und Utz Claassen. Die weiteren Vorstände waren Christian Beltle, Oliver Blamberger und Jan Withag.
Mit Datum vom 6. Oktober 2011 gab das Unternehmen bekannt:
Etwa zwei Wochen zuvor hatte Gründer Hannes Kuhn sein Mandat im Aufsichtsrat niedergelegt und das Unternehmen verlassen.
Utz Claassen, der als Vorstandsvorsitzender eine Antrittsprämie von neun Millionen Euro erhalten hatte, beendete 2010 nach nur 74 Tagen seine Tätigkeit bei Solar Millennium. Claassen warf dem Konzern vor, bei den Vertragsverhandlungen mit Solar Millennium bewusst irregeführt worden zu sein. Auf dem Gerichtsweg forderte der Konzern seither die Rückzahlung der Neun-Millionen-Euro-Antrittsprämie. Claassen dagegen pochte auf die Rechtmäßigkeit seiner Kündigung und Prämie und klagte wiederum wegen Rufschädigung und auf Zahlung von Schadenersatz sowie eine Abfindung von rund sieben Millionen Euro.
Im April 2012 klagte Claassen vor einem Gericht in Kalifornien auf 265 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Er begründet seine Klage mit einer vermeintlichen Rufschädigung durch Unternehmensvertreter.
Die Bundesfinanzaufsicht (Bafin) prüft bei Solar Millennium den Vorwurf des Insiderhandels in Aktien des Unternehmens. Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge soll Unternehmensgründer Hannes Kuhn Aktien gekauft haben, bevor die Verpflichtung von Claassen für einen Kurssprung sorgte.
Mit dem Verkauf der Beteiligung an Andasol 3 (26 %) an MAN Ferrostaal am 12. Juli 2012 ist auch die letzte Beteiligung erloschen..
Ehemalige Beteiligungen:

Vuelta a España 2006/Etappen

Den Auftakt der 61. Vuelta a España, der in einem 7,3 km langen Mannschaftszeitfahren ausgetragen wurde, entschied das dänische Team CSC zu seinen Gunsten.
Als erste Mannschaft ging um 19:12 Uhr die spanische Équipe Relax-GAM Fuenlabrada, die vom Veranstalter eine Wildcard erhalten hatte, im Estadio La Rosaleda an den Start. Als letztes Team folgte Rabobank, die Mannschaft um den russischen Titelverteidiger Denis Menschow um 20:32 Uhr.
Den Sieg sicherte sich das Team CSC mit einer Zeit von 7:36 min gefolgt von Caisse d’Epargne-Illes Balears um Alejandro Valverde und den (voraussichtlichen) Tour de France-Sieger Óscar Pereiro mit sieben Sekunden Rückstand. Auf Platz drei klassierte sich das deutsch-italienische Team Milram mit acht Sekunden Rückstand. Die deutschen ProTeams T-Mobile und Gerolsteiner belegten die Ränge fünf und dreizehn. Enttäuschend beendete Rabobank das Zeitfahren auf dem zwölften Platz. Den 21. und letzten Platz belegte Relax-GAM Fuenlabrada mit 37 Sekunden Rückstand.
Carlos Sastre übernahm, da er das Team CSC als Erster über die Ziellinie führte, das Goldene Trikot zeitgleich vor seinen Teamkollegen Lars Bak und Nicki Sørensen.
1. Zwischenzeitmesspunkt (3,3 km)
Auf der 2. Etappe diktierte lange Zeit der Spanier Mario de Sárraga vom Team Relax-GAM Fuenlabrada das Geschehen. Er hatte sich nach drei Kilometern zusammen mit David de la Fuente abgesetzt. Dieser fiel aber durch einen Defekt bereits nach weiteren drei Kilometern ins Hauptfeld zurück. So setzte De Sárraga seine Flucht solo fort und fuhr sich einen maximalen Vorsprung von knapp über dreizehn Minuten heraus. Nachdem die Sprinterteams die Verfolgung aufgenommen hatten, verringerte sich der Vorsprung drastisch. Als dieser auf ca. zwei Minuten geschrumpft war, setzten sich Benoît Joachim und Thierry Marichal vom Feld ab und schlossen wenig später zu De Sárraga auf, der bis dahin 140 Kilometer alleine in Führung gelegen hatte. De Sárraga konnte das Tempo seiner zwei neuen Weggefährten jedoch nicht mitgehen und fiel ins Feld zurück. Marichal und Joachim wurden ebenfalls 14 Kilometer vor dem Ziel eingeholt.
Im Zielsprint des Feldes setzte sich Paolo Bettini vor Thor Hushovd und Luca Paolini durch. Hushovd übernahm das Goldene Trikot von Carlos Sastre mit nun zwei Sekunden Vorsprung auf Paolo Bettini, der die Führung in der Punktewertung übernahm. Ausreißer De Sárraga belohnte sich selbst mit der vorübergehenden Führung in der Berg- und Kombinationswertung.
1. Zwischensprint in Monturque (109,2 km)
2. Zwischensprint in Fernán Núñez (138 km)
Alto de Casabermeja, Kategorie 3 (20,5 km)
Alto de Las Pedrizas, Kategorie 3 (29,5 km)
Nachdem das Feld geschlossen die erste Bergwertung nach sechs Kilometern erreicht hatte, setzte sich auf der Abfahrt das Trio David de la Fuente, Enrico Franzoi und Hervé Duclos-Lassalle ab. Sie bauten ihren Vorsprung schnell auf maximal 7:42 Minuten aus. Dann begannen die Teams der Sprinter die Verfolgung und verkürzten den Abstand. Unterstützt wurden sie dabei auch durch einen Reifendefekt bei Duclos-Lassalle in der Ausreißergruppe. Dieser verlor dadurch kurzzeitig den Anschluss an seine zwei Weggefährten, die aber das Tempo deutlich verringerten und auf ihn warteten. Neunzehn Kilometer vor dem Ziel sprengte der Angriff von de la Fuente die Dreiergruppe. Während Franzoi de la Fuentes Attacke mitgehen konnte, fiel Duclos-Lassalle schnell ins Hauptfeld zurück. Sechs Kilometer vor dem Ziel holte das Hauptfeld auch das noch flüchtige Duo ein.
In einem engen Zielsprint setzte sich Francisco José Ventoso vor Thor Hushovd und Stuart O’Grady durch. Hushovd baute seine Führung im Gesamtklassement leicht aus, ebenso wie Mario de Sárraga in der Bergwertung. Zudem übernahm Hushovd auch die Führung in der Punktewertung, während David de la Fuente das Trikot des Kombinationswertungsführenden überstreifen konnte.
1. Zwischensprint in Peñarroya de Pueblonuevo (80 km)
2. Zwischensprint in Azuaga (128 km)
Alto de Villaviciosa, Kategorie 3 (6 km)
Puerto del Aire, Kategorie 3 (30 km)
Wie bereits an den Vortagen war das Professional Continental Team Relax-GAM Fuenlabrada bereits zu Beginn der kurzen Etappe sehr aktiv. So setzte sich schon nach zwei Kilometern Raúl García de Mateoss ab. Er fuhr sich einen maximal Vorsprung von 6:33 Minuten heraus, ehe das Hauptfeld mit der Nachführarbeit begann und den Vorsprung langsam verringerte. Sechzehn Kilometer vor dem Ziel wurde er vom Hauptfeld gestellt.
Unmittelbar nach dem Zusammenschluss griff Jorge García Marín, ein weiterer Fahrer von Relax-GAM Fuenlabrada, an und setzte sich leicht ab. Doch nach nur sieben Kilometern alleiniger Fahrt holte das Feld auch ihn wieder ein. Es blieb jedoch unruhig im Feld, da immer wieder einzelne oder mehrere Fahrer Attacken starteten.
Im Zielsprint sicherte sich Erik Zabel seinen zweiten Saisonsieg. Auf den weiteren Plätzen folgten Thor Hushovd, der die Führung in der Gesamtwertung wiederum leicht ausbauen konnte, und Jean-Patrick Nazon.
1. Zwischensprint in La Garrovilla (39 km)
2. Zwischensprint in Puebla de Obando (90 km)

Die erste Bergetappe der diesjährigen Ausgabe begann sehr unruhig und es kam immer wieder zu Ausreißversuchen. Erst nach etwa 42 Kilometern setzte sich eine größere Gruppe ab. Sie setzte sich unter anderem aus Michael Rasmussen, Pietro Caucchioli, Wladimir Gussew, Paolo Bettini und Sérgio Paulinho zusammen. Maximal befanden sich 16 Fahrer in der Gruppe, deren Zusammensetzung sich durch das ansprechende Streckenprofil immer wieder änderte. Die Gruppe fuhr, angeführt von den starken Bergfahrern, geschlossen über die ersten drei Bergpässe und erarbeitete sich einen maximalen Vorsprung von 4:28 Minuten.
Auf der Abfahrt vom Alto de Lagunilla setzte sich Iñigo Landaluze aus der Spitzengruppe ab. Sein Fluchtversuch endete aber wenige Kilometer vor dem Fuße des Schlussanstiegs nach La Covatilla, den die Führungsgruppe mit noch etwa einer Minute Vorsprung auf das Feld der Favoriten in Angriff nahm. Im Hauptfeld übernahmen die Teams Caisse d’Epargne-Illes Balears um Alejandro Valverde und CSC um Carlos Sastre die Führungsarbeit und verringerten den Rückstand. Unterdessen attackierte Paulinho in der Spitzengruppe, die dadurch komplett auseinanderfiel. Wenig später schloss jedoch David Arroyo zu ihm auf.
Erstes Opfer des Ausscheidungsfahrens in der Favoritengruppe war überraschenderweise Titelverteidiger Denis Menschow, der den Anschluss sieben Kilometer vor dem Ziel verlor. Nach einer Tempoverschärfung von Valverde wurde das Ausreißerduo, welches zwischenzeitlich von José Ángel Gómez Marchante Unterstützung erhalten hatte, eingeholt. Gómez Marchante verblieb kurzzeitig allein an der Spitze des Rennens, ehe er nach einer Attacke von Danilo Di Luca ebenfalls eingeholt wurde und hinter Di Luca und Janez Brajkovič zurückfiel. Auch Andrei Kaschetschkin schaffte es noch Gómez Marchante auf dem letzten Kilometer zu passieren und zum Führungsduo aufzuschließen. Im Schlussspurt siegte Di Luca vor Brajkovič und Kaschetschkin.
Di Luca übernahm durch seinen Sieg die Führung sowohl in der Gesamtwertung als auch in der Berg- und Kombinationswertung.
1. Zwischensprint in Jaraiz de la Vera (31 km)
2. Zwischensprint in Cabezuela del Valle (79,8 km)
Puerto del Piornal, Kategorie 1 (52,7 km)
Puerto de Honduras, Kategorie 1 (100,5 km)
Alto de Lagunilla, Kategorie 2 (136 km)
La Covatilla, Kategorie Especial (178 km)
Auf der flachen Etappe setzte sich nach zehn Kilometern Mathieu Claude vom Team Bouygues Télécom ab, der seinen Vorsprung rasch auf maximal elf Minuten ausbaute. Da der Vorsprung jedoch genauso schnell schmolz wie er angewachsen war, endete seine Soloflucht nach 145 Kilometern alleiniger Fahrt wenige Meter vor dem zweiten Zwischensprint des Tages.
Nach dem Zusammenschluss des Feldes versuchten sich Olivier Kaisen und Enrico Franzoi vom Feld abzusetzen. Doch auch sie wurden sechs Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt, was eine weitere Attacke einer Dreiergruppe zur Folge hatte, die jedoch ebenfalls erfolglos blieb. Im Massensprint des Feldes sicherte sich Thor Hushovd, nach drei zweiten Plätzen, den ersten Sieg vor den beiden Deutschen André Greipel und Erik Zabel. Alessandro Petacchi erzielte mit dem vierten Platz die erste gute Platzierung seit seinem verletzungsbedingten Ausfall beim Giro d’Italia 2006.
1. Zwischensprint in Villarín de Campos (34 km)
2. Zwischensprint in Mansilla de las Mulas (156,5 km)

Auf dem hügeligen Tagesabschnitt mit einem 18 Kilometer langen Schlussanstieg setzten sich nach 24 Kilometern David Loosli, Staf Scheirlinckx und László Bodrogi ab. Sie fuhren sich maximal 12:33 Minuten auf das Hauptfeld heraus.
Im Schlussanstieg, den das Trio mit noch etwa fünf Minuten Vorsprung in Angriff nahmen, fiel dieses dann auseinander, wobei sich Loosli als Stärkster am Berg erwies. Im Hauptfeld zeigte Denis Menschow als Erster der Favoriten eine Schwäche und fiel aus der Gruppe heraus. Nach einer Attacke von Luis Pérez zerfiel das Hauptfeld. Hinter ihm formierte sich eine Gruppe um Bernhard Kohl, Sylwester Szmyd, Manuel Beltrán, Stijn Devolder, Joaquim Rodríguez, Ryder Hesjedal, Sérgio Paulinho und Alexander Winokurow, während sich die Favoriten auf den Gesamtsieg in einer großen Gruppe dahinter belauerten. Während die Gruppe um Winokurow zu Pérez aufschloss, fiel Paulinho aus selbiger zurück. Die Neunergruppe wurde jedoch auch wenig später von der Gruppe der Favoriten eingeholt, in der der Gesamtführende Danilo Di Luca Schwächen zeigte. Daraufhin erhöhte Alejandro Valverde kurz das Tempo, was die Gruppe wiederum für kurze Zeit leicht verkleinerte. Nach einer Attacke von Iban Mayo drei Kilometer vor dem Ziel wurde es wieder unruhig in der Gruppe und Looslis Vorsprung verkleinerte sich dramatisch. Janez Brajkovič und Alexander Winokurow waren die ersten beiden, die Loosli zwei Kilometer vor dem Ziel passierten. Knapp dahinter folgte eine neunköpfige Gruppe um Valverde, die einen Kilometer vor dem Ziel das Leader-Duo wieder einholte. Daraufhin attackierte Winokurow ein weiteres Mal und als es 200 Meter vor dem Ziel so schien, als wäre ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen, griff Valverde in der dahinterliegenden Gruppe noch einmal an. Am Ende übersprintete er Winokurow, der sich die letzten Meter ins Ziel schleppte und die Etappe nur als Sechster beendete. Zweiter wurde Carlos Sastre vier Sekunden zurück vor José Ángel Gómez Marchante mit weiteren zwei Sekunden Rückstand.
Danilo Di Luca erreichte das Ziel mit 1:58 Minuten Rückstand und verlor das Goldene Trikot an Janez Brajkovič. Dieser übernahm auch die Führung in der Berg- und Kombinationswertung.
1. Zwischensprint in Toreno (101 km)
2. Zwischensprint in Ponferrada (124,7 km)
Alto de El Morredero (Ponferrada), Kategorie 1 (154,2 km)
Der achte Tagesabschnitt begann recht unruhig mit mehreren Ausreißversuchen. Erst nach 68 Kilometern konnte sich Kevin Van Impe entscheidend absetzen. Er fuhr sich trotz hoher Geschwindigkeit im Peloton einen maximalen Vorsprung von etwa 5:40 Minuten heraus. Nach etwa 100 Kilometern alleiniger Flucht wurde er 13 Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt.
Danach kam es zu einer Attacke von Óscar Pereiro und René Haselbacher. Sie wurden jedoch fünf Kilometer vor dem Ziel eingeholt.
Auf der mit vier Prozent Steigung versehenen Zielgeraden glich dann die Situation jener vom Vortag. Mit Luca Paolini hatte sich ein schneller Mann von der noch übrig gebliebenen, circa 65 Fahrer umfassenden, Gruppe gelöst. Er wurde jedoch vom Pechvogel der vorangegangenen Etappe, Alexander Winokurow, noch abgefangen, der sich 300 Meter vor dem Ziel aus dieser Gruppe gelöst hatte. Am Ende rettete er eine Sekunde vor Ruggero Marzoli und Uroš Murn ins Ziel.
1. Zwischensprint in El Barco de Valdeorras (43 km)
2. Zwischensprint in Quiroga (80 km)
Alto de Ares, Kategorie 3 (88 km)
Auf der Königsetappe versuchten größere Gruppen bereits zu Beginn, sich vom Peloton abzusetzen. Eine 19-köpfige namhafte Gruppe, die nach vier Kilometern ausgerissen war, wurde nach 23 Kilometern wieder gestellt.
Nach 27 Kilometern konnte sich dann eine elfköpfige Gruppe lösen, in der sich auch Pietro Caucchioli und David Arroyo wiederfanden. Wenig später schloss ein weiteres Quartett zu den elf Führenden auf, so dass die Gruppe auf 15 Fahrer anwuchs. Nachdem sie gemeinsam die Passhöhe des Puerto de Rañadoiro erreicht hatten, löste sich Dario Cioni aus der Spitzengruppe und versuchte, die Flucht alleine fortzusetzen. Mit Cionis Flucht war es aber bereits am Fuß des Puerto del Cerredo vorbei. In der Folge veränderte sich die Anzahl der Fahrer in der Gruppe ständig, der Vorsprung blieb jedoch bei konstanten fast vier Minuten.
Im Anstieg zum Alto de San Lorenzo zerfiel die Gruppe dann endgültig und der Vorsprung schmolz rapide. Nur David Arroyo, Egoi Martínez und Igor Antón erreichten mit 46 Sekunden Vorsprung auf das noch etwa 20 Mann umfassende Feld, aus dem Iban Mayo bereits zurückgefallen war, zusammen die Passhöhe. Mit leichtem Rückstand folgte noch José Miguel Elías.
Zu Beginn des Schlussanstiegs belauerten sich die Favoriten, während das Team Caisse d’Epargne-Illes Balears das Feld kontrollierte. Am Fuße des Anstiegs wagte Olympiasieger Paolo Bettini einen Angriff. Er wurde jedoch bald von Sylwester Szmyd eingeholt. Dann starteten Alexander Winokurow und Andrei Kaschetschkin vom Team Astana eine Gemeinschaftsattacke. Sie fuhren schnell einen Vorsprung von 30 Sekunden heraus. In der Gruppe dahinter attackierte Carlos Sastre, was den Gesamtführenden Janez Brajkovič in Bedrängnis brachte und er dem Tempo nicht mehr folgen konnte. Am Hinterrad von Sastre folgten Alejandro Valverde, José Ángel Gómez Marchante und Danilo Di Luca. Nach einer weiteren Tempoverschärfung Sastres fielen Gomez Marchante und auch Di Luca zurück, während Valverde die Aktion einen Kilometer später konterte und sich allein auf die Verfolgung des Führungsduos machte. Dort erhöhte Winokurow das Tempo und sicherte sich seinen zweiten Tagessieg. Valverde sicherte sich, da er Kaschetschkin auf dem vorletzten Kilometer noch passierte, den zweiten Platz mit 16 Sekunden Rückstand. Als Dritter folgte Kaschetschkin 21 Sekunden zurück.
Alejandro Valverde sicherte sich durch seinen zweiten Platz das Goldene Trikot des Gesamtführenden und übernahm auch die Führung in der Kombinationswertung. Pietro Caucchioli konnte sich am Ende des Tages das Trikot des besten Bergfahrers überstreifen.
1. Zwischensprint in San Antolín (29 km)
2. Zwischensprint in San Martín de Teverga (177,8 km)
Alto de Miñide, Kategorie 3 (6,5 km)
Puerto de Connio, Kategorie 1 (50 km)
Puerto de Rañadoiro, Kategorie 1 (75,3 km)
Puerto del Cerredo, Kategorie 3 (102 km)
Alto de San Lorenzo, Kategorie Especial (166,6 km)
Alto de La Cobertoria, Kategorie 1 (207,4 km)
Nach dem Ruhetag begannen direkt nach dem Start einzelne Fahrer zu attackieren. Nachdem mehrere Versuche erfolglos endeten, formte sich nach etwa 40 Kilometern eine 24 Fahrer umfassende namhafte Spitzengruppe, die sich wenig später auf 15 Fahrer verkleinerte. In ihr befanden sich unter anderem Iban Mayo, Wladimir Gussew, Michael Rasmussen, Davide Rebellin, Wladimir Karpez, David Millar, Sérgio Paulinho, Francisco José Ventoso und Xavier Florencio. Sie fuhren sich einen maximalen Vorsprung von 9:07 Minuten heraus, so dass Karpets zwischenzeitlich virtuell im Goldenen Trikot fuhr. Nachdem das Team CSC um den im Gesamtklassement drittplatzierten Carlos Sastre die Tempoarbeit im Hauptfeld übernahm, verringerte sich der Vorsprung.
An der einzigen Bergwertung des Tages, die sich etwa zwölf Kilometer vor dem Ziel befand, attackierte der bisher enttäuschende Iban Mayo, jedoch erfolglos. Wenig später versuchte Sébastien Joly das Belauern der starken Bergfahrer auszunutzen. Er konnte sich aber auch nicht entscheidend absetzen. Nach einer weiteren Attacke von Jewgeni Petrow kurz vor der Bergwertung fiel die Gruppe auseinander. Die zurückgefallenen Fahrer fanden auf der Abfahrt aber wieder Anschluss, während das Feld die Bergwertung mit 3:30 Minuten Rückstand erreichte.
Vier Kilometer vor dem Ziel attackierte Dario Cioni erfolglos, was jedoch zur Folge hatte, dass auch andere Fahrer versuchten sich zu lösen. Den entscheidenden Angriff setzte Sérgio Paulinho einen Kilometer vor dem Ziel und sicherte sich nach der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2004 seinen ersten Erfolg bei den Profis. Auf den weiteren Plätzen folgten zwei Sekunden zurück Davide Rebellin und Xavier Florencio. Das Hauptfeld erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 3:54 Minuten.
1. Zwischensprint in Llanes (120,4 km)
2. Zwischensprint in Cobreces (179 km)
Alto del Mirador de Cildad, Kategorie 3 (187,7 km)
Bereits zu Beginn des welligen Teilstücks, zu dem Vorjahressieger Denis Menschow nicht mehr antrat, versuchten sich wieder früh einige Fahrer vom Feld zu lösen. Nach 27 Kilometern konnten sich dann 13 Fahrer, unter ihnen Thor Hushovd, Dario Cioni und Egoi Martínez, einen entscheidenden Vorsprung herausfahren. Als die Gruppe einen Vorsprung von etwa einer Minute auf das Feld hatte, versuchte David Cañada aus selbigem zu den Führenden aufzuschließen. Zwar konnte auch er sich vom Hauptfeld lösen, doch auf die Spitzengruppe verlor er weiter Zeit. So brach er den Versuch nach 52 Kilometern alleiniger Fahrt ab und wartete auf das Hauptfeld.
Unterdessen hatte sich Martínez am Fuße des Alto del Escudo von seinen zwölf Konkurrenten gelöst und die Fahrt alleine fortgesetzt. Während das Feld bummelte und den Vorsprung weiter ansteigen ließ, ließ die Verfolgergruppe Martínez bis auf etwa drei Minuten wegziehen. Als Iñigo Landaluze und Wolodymyr Hustow auf dem flacheren Teil der Etappe zusammen die Verfolgung von Martínez aufnahmen, der inzwischen nur noch etwa eine Minute Vorsprung hatte, wartete dieser und sie setzten die Flucht zu dritt fort. Dabei bauten sie den Vorsprung auf die Verfolger wieder aus, die sich uneinig waren, jedoch vom Hauptfeld nicht mehr gefährdet werden konnten.
Etwa zehn Kilometer vor dem Ziel attackierte Martínez erneut und konnte sich wiederum von seinen Mitstreitern absetzen. Am Ende siegte er mit 55 Sekunden vor Landaluze und Hustow. Aus der Verfolgergruppe heraus, die mit 3:35 Minuten Rückstand ins Ziel kam, überquerte Thor Hushovd die Ziellinie als Erster. Das Hauptfeld erreichte das Ziel mit 15:04 Minuten Rückstand.
1. Zwischensprint in Villacarriedo (28,3 km)
2. Zwischensprint in Vega de Pas (46 km)
Puerto de la Braguía, Kategorie 1 (39 km)
Puerto del Escudo, Kategorie 1 (72,5 km)
Puerto de Carrales, Kategorie 3 (86,7 km)
Auf der leicht welligen Etappe setzte sich nach 16 Kilometern ein Quartett ab, dass nach weiteren neun Kilometern Unterstützung durch weitere fünf Fahrer erhielt. Der namhafteste Fahrer der Gruppe war Magnus Bäckstedt. Da das Feld die Ausreißer aber nicht außer Sichtweite fahren ließ, endete der Fluchtversuch am Beginn der einzigen Bergwertung bei Rennkilometer 64.
Nachdem das Feld geschlossen über die Bergwertung gefahren war, setzte sich dann auf der Abfahrt eine elfköpfige Gruppe ab, in der sich unter anderem Paolo Bettini, Bernhard Eisel und Wladimir Gussew befanden. Kurze Zeit später stieß mit David Arroyo ein zwölfter Mann hinzu. Der Vorsprung für die Zwölfergruppe stieg schnell auf knapp über elf Minuten an, ehe das Team Astana sich gezwungen sah die Tempoarbeit im Hauptfeld zu übernehmen.
Dreizehn Kilometer vor dem Ziel begannen dann die Attacken in der Ausreißergruppe mit einem Vorstoß von Bernhard Eisel, dem Luca Paolini folgte. Sie wurden aber nach wenigen hundert Metern wieder von den restlichen Fahrern eingeholt. Den nächsten Angriff fuhr Heinrich Haussler sechs Kilometer vor dem Ziel, jedoch reagierten seine Mitstreiter und es kam zu weiteren Attacken. Die entscheidende setzte Luca Paolini als noch vier Kilometer zu fahren waren. Er siegte am Ende mit fünf Sekunden Vorsprung auf Bart Dockx und Paolo Bettini. Das Hauptfeld erreichte das Ziel mit 8:53 Minuten Rückstand.
1. Zwischensprint in Ayllón (44,8 km)
2. Zwischensprint in Yunquera de Heranes (153 km)
Alto de Santibáñez de Ayllon, Kategorie 3 (66,4 km)
Im Gegensatz zu den Vortagen begann die Etappe ruhig. Erst nach 19 Kilometern wagte Ángel Vallejo einen Vorstoß, der im Anstieg zur ersten Bergwertung von 29 weiteren Fahrern Unterstützung erhielt. Der Fluchtversuch endete aber bereits vor der Wertung.
Nach 52 Kilometern startete dann eine neue, 13 Fahrer umfassende Gruppe einen Angriff. Aus dieser Gruppe setzte sich im Anstieg zum Alto de Córcoles ein Quintett ab. Namentlich handelte es sich hierbei um Michael Boogerd, Davide Rebellin, Iñigo Landaluze, Frédéric Bessy und Lars Bak. Sie fuhren sich einen maximalen Vorsprung von 7:38 Minuten heraus, ehe das Team Milram und Quick Step-Innergetic die Verfolgung aufnahmen und den Vorsprung schrumpfen ließen. Zwanzig Kilometer vor dem Ziel war der Fluchtversuch beendet.
Dann ging es für das geschlossene Feld mit hohem Tempo in den letzten Berg, wo René Haselbacher den ersten Angriff fuhr. Seine Attacke wurde jedoch von Danilo Di Luca gekontert. Auf Höhe der Bergwertung verblieb eine Sextett um Alejandro Valverde, Alexander Winokurow, Carlos Sastre, Luis Pérez, Danilo Di Luca und Paolo Bettini, die in der Abfahrt aber nichts riskierten und so dahinterliegende Fahrer wieder aufschlossen. Aus dieser Gruppe löste sich Samuel Sánchez sieben Kilometer vor dem Ziel. Dieser rettete am Ende wenige Meter Vorsprung vor Thor Hushovd und Alejandro Valverde ins Ziel.
Valverde konnte durch seinen dritten Platz und die achtsekündige Zeitbonifikation seinen Vorsprung in der Gesamtwertung leicht ausbauen.
1. Zwischensprint in Sacedón (51 km)
2. Zwischensprint in Priego (100 km)
Alto de la Tendilla, Kategorie 3 (31 km)
Alto de Córcoles, Kategorie 3 (60,2 km)
Alto del Castillo, Kategorie 3 (167,2 km)
Das erste Einzelzeitfahren war 33,2 Kilometer lang und vom Profil, mit Ausnahme des Anstiegs zum und der Abfahrt vom Alto del Castillo, der bereits auf der vorangegangenen Etappe, im Streckenverlauf stand, größtenteils flach.
Als erster Fahrer ging um 10.57 Uhr Cyril Lemoine von Crédit Agricole, damals 158. und Letzter im Gesamtklassement mit bereits 2:03:16 Stunden Rückstand auf den Führenden Alejandro Valverde, an den Start. Valverde ging als letzter Starter um 14.03 Uhr auf die Strecke.
Die erste Richtzeit setzte der Schweizer Fabian Cancellara vom Team CSC, der bereits als Elfter auf die Strecke gegangen war. Seine Zeit von 40:54 Minuten hatte lange Zeit Bestand und wurde erst von David Millar nach etwa eineinhalb Stunden eingestellt.
Unter den Top 5-Fahrern des Gesamtklassements fuhr Alexander Winokurow die beste Zeit bis zum 1. Zwischenzeitmesspunkt nach 9,9 Kilometern. Mit seiner Zeit von 12:28 Minuten lag er zwischenzeitlich auf dem siebten Rang mit jeweils acht Sekunden Vorsprung auf Valverde und Andrei Kaschetschkin. Carlos Sastre folgte mit 15 Sekunden Rückstand und José Ángel Gómez Marchante mit 17 Sekunden.
An der zweiten Zwischenzeit auf dem Alto de Castillo nach 20,7 Kilometern lag Winokurow dann in Führung und hatte seinen Vorsprung auf alle Konkurrenten ausgebaut. Während Valverde nur zehn Sekunden hinter ihm lag, hatten Kaschetschkin 25, Sastre 30 und Gómez Marchante gar 40 Sekunden Rückstand.
Im Ziel hatte Winokurow dann als Dritter fünf Sekunden Rückstand auf Millar und Cancellara. Valverde platzierte sich als Vierter mit insgesamt 13 Sekunden Rückstand und acht auf Winokurow. Kaschetschkin verlor als Fünfter 21 Sekunden auf Winokurow, Sastre als Achter 41 Sekunden und Gómez Marchante als Dreizehnter 1:10 Minuten. Der Vorsprung Millars betrug letztendlich 546 Tausendstelsekunden auf Cancellara.
Valverde behielt das Goldene Trikot und baute seinen Vorsprung auf alle Konkurrenten mit Ausnahme von Winokurow, der den vierten Platz im Gesamtklassement übernahm, aus.
1. Zwischenzeitmesspunkt in Valdecabras (9,9 km)
2. Zwischenzeitmesspunkt auf dem Alto del Castillo (20,7 km)
Alto del Castillo, Kategorie 3 (20,7 km)
Auf der letzten Flachetappe vor den anstehenden Gebirgsetappen setzten sich nach zwölf Kilometern Jorge García Marín und Kjell Carlström ab. Das Duo fuhr einen maximalen Vorsprung von 6:30 Minuten heraus, ehe Carlström den Fluchtversuch nach 95 Kilometern abbrach und sich ins Feld zurückfallen ließ. García Marín vergrößerte daraufhin den inzwischen etwas geschmolzenen Vorsprung wieder auf über sechs Minuten. Jedoch endete auch sein Ausreißversuch 14 Kilometer vor dem Ziel.
Acht Kilometer vor dem Ziel wagte David Millar nochmal einen erfolglosen Angriff. Im Zielsprint siegte dann der Deutsche Robert Förster vor Stuart O’Grady und Danilo Napolitano. Er sicherte sich nach dem Sieg auf der Schlussetappe des Giro d’Italia nun auch seinen ersten Sieg bei der Spanien-Rundfahrt.
1. Zwischensprint in Requena (73,5 km)
2. Zwischensprint in Catadau (163 km)

Nach dem Ruhetag begannen direkt wieder zu Beginn die Attacken. Erst versuchte sich eine 27 Fahrer starke Gruppe abzusetzen, was jedoch misslang. Auch weitere Fluchtversuche wurden vom Feld schnell beendet, ehe sich nach circa 32 Kilometern 14 Fahrer, darunter Pietro Caucchioli, Egoi Martínez und Daniel Becke. Bis zum Gipfel des Alto de Velefique hatte sich diese Gruppe etwa vier Minuten auf das Hauptfeld herausgefahren, wobei diese nur noch aus 13 Fahrern bestand, da Jérémy Roy noch vor dem Gipfel ins Feld zurückgefallen war.
Im ersten Anstieg zum Alto de Calar Alto zerfiel die Gruppe dann in mehrere Teile und es verblieben acht Fahrer. Martínez und Caucchioli erreichten die Bergwertung als Erste gemeinsam mit ihren noch sechs verbliebenen Mitstreitern. Das Hauptfeld folgte mit einem Rückstand von 5:21 Minuten auf der Passhöhe. Auf der etwa 40 Kilometer langen Abfahrt vergrößerte sich sowohl die Führungsgruppe wieder als auch der Vorsprung auf das Hauptfeld auf zwischenzeitlich fast sechs Minuten.
Bis zum zweiten Anstieg hinauf zur Sternwarte war der Vorsprung der Ausreißer auf etwa 4:30 Minuten geschmolzen. Nach einer Attacke von José Antonio Redondo und Daniel Becke zerfiel die Spitzengruppe wieder, jedoch musste Becke nach kurzer Zeit abreißen lassen. Iñigo Landaluze und Egoi Martínez nahmen dann die Verfolgung des Führenden auf. Unterdessen war Andrei Kaschetschkin in der Gruppe um Alejandro Valverde als Erster nicht mehr in der Lage den anderen zu folgen. Nach einer Tempoverschärfung von Carlos Sastre konnten nur Valverde, Samuel Sánchez und Alexander Winokurow folgen, der daraufhin selbst einen Angriff lancierte. Seine drei Kontrahenten folgten ihm aber. Dann versuchte es wieder Sastre, gefolgt von einer Attacke von Sánchez. Nach einer weiteren Attacke von Winokurow konnte nur Valverde ihm folgen, während Sánchez, Sastre und der inzwischen aufgeschlossene Tom Danielson zurückfielen. Vier Kilometer vor dem Ziel überholten sie dann auch die letzten Fahrer der einstigen Spitzengruppe, sowie Igor Antón, der zu Redondo aufgeschlossen hatte. Antón erholte sich aber und übernahm wieder die Führung, während die abgehängten Fahrer wieder zum Duo Valverde-Winokurow aufschlossen. Während sich die Favoriten belauerten, baute Antón seinen Vorsprung schnell aus. Zwei Kilometer vor dem Ziel versuchte es Winokurow noch einmal, jedoch folgten Valverde und Sastre abermals. Am Ende fuhren Valverde und Winokurow geschlossen über die Ziellinie. Sastre folgte mit fünf Sekunden Rückstand.
Igor Antón sicherte sich den ersten Sieg seiner Profikarriere vor Valverde und Winokurow, der den zweiten Platz in der Gesamtwertung übernahm, zeitgleich mit Carlos Sastre.
1. Zwischensprint in Tabernas (25,8 km)
2. Zwischensprint in Bacares (74,7 km)
Alto de Velefique, Kategorie 1 (56,3 km)
Alto de Calar Alto, Kategorie 1 (88 km)
Sternwarte Calar Alto, Kategorie Especial (145 km)
Die ersten Attacken auf der mit drei Bergen gespickten Etappe begannen bereits nach drei Kilometern. Nachdem sich zu Beginn eine größere Gruppe mit 17 Fahrern, unter anderem Andrei Kaschetschkin war darin vertreten, versuchte zu lösen, zerfiel das Hauptfeld gleich am ersten Anstieg. Die Gruppe erreichte gemeinsam die Passhöhe des Alto de Albandon.
Auf der Abfahrt lösten sich dann Eric Leblacher, Tom Danielson, Dmitri Fofonow, Lars Bak, Stéphane Goubert und Sérgio Paulinho aus der Spitzengruppe und setzten die Flucht fort. Sie fuhren sich einen maximalen Vorsprung von 4:21 Minuten heraus.
Bis zum Anstiegsbeginn des Alto de Monachil war der Vorsprung auf zweieinhalb Minuten gesunken, während das Team CSC mit hohem Tempo in den Berg fuhr und die Favoritengruppe sich auf wenige Fahrer reduzierte. Dann griff Kaschetschkin an, dem Luis Pérez, José Ángel Gómez Marchante und Leonardo Piepoli folgten. Alejandro Valverde, Alexander Winokurow und Carlos Sastre belauerten sich unterdessen und ließen die Kontrahenten ziehen. In der Spitzengruppe hatte sich Danielson von seinen fünf Konkurrenten gelöst und fuhr alleine dem Gipfel entgegen. Hinten griff dann Valverde an, dem Winokurow und Sastre folgten, während davor Gómez Marchante und Kaschetschkin zusammenfuhren. Nach einer weiteren Attacke von Winokurow hatten Valverde und Sastre Probleme zu folgen. Winokurow schloss alsbald zum Duo Kaschetschkin-Gómez Marchante auf. Dann hatte Sastre Probleme das Hinterrad von Valverde zu halten und musste auch ihn ziehen lassen. Auf der Passhöhe war Danielson der Erste. Dahinter folgte mit 35 Sekunden Rückstand das Trio Kaschetschkin-Winokurow-Gómez Marchante, weitere sieben Sekunden dahinter Valverde, der auf der anschließenden Abfahrt zum Trio aufschloss. Als Valverde aufgeschlossen hatte, griff Winokurow in der Abfahrt ein weiteres Mal an und setzte sich ab. Fünf Kilometer vor dem Ziel schloss Winokurow zu Danielson auf und einen weiteren Kilometer später hatte die Gruppe um Sastre zu Valverde & Co. aufgeschlossen.
Auf der Zielgeraden überließ Winokurow Danielson kampflos den Sieg. Als Dritter folgte Samuel Sánchez. Valverde erreichte das Ziel als Achter mit 1:39 Minuten Rückstand und verlor das Goldene Trikot an Winokurow, der für den zweiten Platz noch eine zwölfsekündige Zeitbonifikation erhielt.
Die Bergwertung übernahm Egoi Martínez trotz Punktgleichheit mit Pietro Caucchioli, da er mehr Bergwertungen der Kategorie 1 als Erster erklommen hatte.
1. Zwischensprint in Dúrcal (100 km)
2. Zwischensprint in Monachil (130,2 km)
Alto de Albandon, Kategorie 1 (36 km)
Alto de Lanjarón, Kategorie 3 (86 km)
Alto de Monachil, Kategorie 1 (146,7 km)
Auch auf dieser Etappe begann bereits nach vier Kilometern ein Ausreißversuch. Auf Initiative von Olivier Kaisen setzten sich mit ihm Markel Irízar, Raúl García de Mateoss, Nicki Sørensen, Benoît Poilvet, Pierre Drancourt und Pedro Horrillo ab. Iñigo Landaluze versuchte zwar noch zur Gruppe aufzuschließen, konnte dies aber nicht verwirklichen und ließ sich wieder ins Hauptfeld zurückfallen. Das Führungsseptett fuhr sich einen maximalen Vorsprung von 4:05 Minuten heraus.
Am Fuße des Anstiegs zum Alto de Los Villares war der Vorsprung auf 1:36 Minuten gesunken und die Gruppe zerfiel nach einer Attacke von García De Mateo. Nur Sørensen, Poilvet und Kaisen waren in der Lage zu folgen. Nach einer weiteren Tempoverschärfung von Sørensen musste auch Poilvet reißen lassen und ein Trio verblieb an der Spitze. Als nächste konnten dann Kaisen und García De Mateo nicht mehr das Tempo mitgehen und Sørensen setzte die Flucht alleine fort. Im Hauptfeld griff dann Iban Mayo an, wenig später auch Egoi Martínez. Sie schlossen noch vor der Passhöhe zu Sørensen auf, der dem Tempo der beiden nicht mehr folgen konnte. Ihr Vorsprung auf das etwa 25 Fahrer umfassende Feld betrug an der Bergwertung 42 Sekunden.
Nach einer kurzen Abfahrt folgte dann der Schlussanstieg zur Sierra de la Pandera, den die beiden Ausreißer mit einem Vorsprung von 18 Sekunden auf die dahinterliegende Gruppe in Angriff nahmen. Dort griff Luis Pérez an, der ebenso wie das Feld das Führungsduo schnell einholte. An der Spitze verblieb eine 15-köpfige Spitzengruppe, ehe Andrei Kaschetschkin durch einen Angriff die Gruppe sprengte. Daraufhin griff Alexander Winokurow an. Alejandro Valverde und Carlos Sastre waren nicht in der Lage zu folgen und mussten ihn ziehen lassen. Nach einer Attacke von Kaschetschkin, dem José Ángel Gómez Marchante und Carlos Sastre folgten, in der Verfolgergruppe konnte Valverde auch diesen nicht mehr folgen. Kaschetschkin griff dann im Verfolgertrio ein weiteres Mal an und schloss alleine zu Winokurow auf. Unterdessen hatte Valverde Sastre wieder passiert.
Im Ziel überließ Winokurow seinem Teamkollegen Kaschetschkin den Sieg. Als Dritter kam Gómez Marchante mit 30 Sekunden Rückstand ins Ziel. Valverde folgte als Vierter weitere zwei Sekunden dahinter. Winokurow übernahm, da er im Gesamtklassement besser platziert ist, nun auch den ersten Platz in der Kombinationswertung punktgleich mit Valverde.
1. Zwischensprint in Huelma (68,5 km)
2. Zwischensprint in Los Villares (129,3 km)
Alto de Las Encebras, Kategorie 3 (45,6 km)
Alto de Los Villares, Kategorie 2 (140,4 km)
Sierra de la Pandera, Kategorie Especial (153,1 km)
Im Gegensatz zu den vorangegangenen Tagen begann die Etappe sehr ruhig und so fingen die ersten Attacken erst nach 38 Kilometern an. Nach 48 Kilometern setzten sich dann Wladimir Gussew, Vicente García Acosta, José Luis Arrieta und Aketza Peña ab. Sie erhielten wenig später Unterstützung von David Loosli, Lars Bak, Pieter Mertens und Dmitri Fofonow, so dass sich letztendlich acht Fahrer in der Gruppe befanden. Das Oktett baute seinen Vorsprung kontinuierlich auf maximal 12:05 Minuten. Elf Kilometer vor dem Ziel begannen die Fahrer der Spitzengruppe die Entscheidung zu suchen. Ein Angriff von Bak sieben Kilometer vor dem Ziel sprengte die Gruppe dann. Nach anfänglichen Problemen schlossen Arrieta, Loosli und Fofonow zwei Kilometer vor dem Ziel zu ihm auf, während die restlichen vier Fahrer nichts mehr mit dem Rennausgang zu tun hatten.
Am Ende erwies sich José Luis Arrieta als der stärkste Fahrer der Gruppe und sicherte sich seinen insgesamt zweiten Vuelta-Sieg nach 1993 vor Fofonow und Loosli. Das Hauptfeld erreichte das Ziel mit einem Rückstand von 11:16 Minuten.
Egoi Martínez, der Führende in der Bergwertung, hat das Trikot bereits sicher sollte er in Madrid ankommen.
1. Zwischensprint in Las Viñas de Peñallana (50 km)
2. Zwischensprint in Puertollano (161,2 km)
Alto del Parque Natural de Andújar, Kategorie 2 (75 km)
Alto de Sierra Madrona, Kategorie 3 (102,6 km)
Alto del Tamaral, Kategorie 3 (117 km)
Das zweite Einzelzeitfahren war 27,5 Kilometer lang und vom Profil her flach.
Als erster Fahrer ging um 11.33 Uhr Cyril Lemoine von Crédit Agricole, damals 135. und Letzter im Gesamtklassement mit bereits 3:17:18 Stunden Rückstand auf den Führenden Alexander Winokurow, an den Start. Winokurow ging als letzter Starter um 14.06 Uhr auf die Strecke.
Die erste Richtzeit setzte der Belgier Sébastien Rosseler von Quick Step-Innergetic, der bereits als Sechzehnter auf die Strecke gegangen war. Seine Zeit von 34:39 Minuten wurde jedoch wenig später von anderen Fahrern unterboten. Bis die Spitzenreiter im Gesamtklassement auf die Strecke gingen, hielt der Ungar László Bodrogi mit 34:05 Minuten die Bestzeit.
Unter den Top 5-Fahrern des Gesamtklassements fuhr Alejandro Valverde an der ersten Zwischenzeit die absolute Bestzeit mit 14:18 Minuten. Winokurow folgte mit nur drei Sekunden Rückstand. Carlos Sastre lag 18 Sekunden dahinter, Andrei Kaschetschkin 26 und José Ángel Gómez Marchante 37.
Am zweiten Zwischenzeitmesspunkt hatte Winokurow die Führung übernommen mit einer Zeit von 26:18 Minuten. Valverde folgte mit zwölf Sekunden Rückstand.
Im Ziel sicherte sich Winokurow seinen dritten Erfolg im Verlauf der Rundfahrt. Auf dem zweiten Platz folgte überraschend Samuel Sánchez mit sechs Sekunden Rückstand. Den dritten Rang belegte Alejandro Valverde, der weitere 19 Sekunden auf den vermeintlichen Gesamtsieger Winokurow einbüßte.
1. Zwischenzeitmesspunkt (11,3 km)
2. Zwischenzeitmesspunkt (20,5 km)
Wie nicht anders zu erwarten begann die Fahrt nach Madrid sehr ruhig. Erst nach 50 Kilometern versuchten sich Sébastien Rosseler, Kjell Carlström und László Bodrogi abzusetzen. Bodrogi brach den Versuch im Interesse seines Teams jedoch ab und die beiden anderen Fahrer wurden alsbald vom Hauptfeld unter dem Tempodiktat von Relax-GAM Fuenlabrada eingeholt.
Mit der Einfahrt auf die Paseo de la Castellana in Madrid begann das Rennen dann tatsächlich. Auf der zweiten von insgesamt acht Runden setzte sich eine siebenköpfige Spitzengruppe ab in der sich Óscar Pereiro, Luis Pérez, Christopher Horner, Frédéric Bessy, Pierre Drancourt, Jorge García Marín und Ángel Vallejo befanden. Sie konnte sich aber nie wirklich vom Feld lösen und wurde sieben Kilometer vor dem Ziel eingeholt. Daraufhin wagte Kevin De Weert eine weitere Attacke, doch auch er war nicht erfolgreich.
Im Zielsprint sicherte sich Erik Zabel seinen zweiten Tageserfolg vor Thor Hushovd und Aurélien Clerc.
Alexander Winokurow gewann seine erste dreiwöchige Rundfahrt, während Hushovd sich nach dem Gewinn des Grünen Trikot bei der Tour de France auch die Punktewertung der Vuelta sicherte. Egoi Martínez lag am Ende in der Bergwertung vorne. Winokurow hatte nach 21. Etappen auch die Führung in der Kombinationswertung inne, punktgleich mit Alejandro Valverde.
1. Zwischensprint in Morata de Tajuña (33,1 km)
2. Zwischensprint in Fuenlabrada (66,8 km)

Cleistocactus strausii

Cleistocactus strausii
Cleistocactus strausii, selten Silberkerzenkaktus genannt, ist eine Pflanzenart in der Gattung Cleistocactus aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Epitheton der Art ehrt L. Straus (1862–1934), einen deutschen Kaufmann und Kakteenliebhaber aus Bruchsal und Mitbegründer der Deutsche Kakteen-Gesellschaft. Die Deutsche Kakteen-Gesellschaft sowie die Gesellschaft Österreichischer Kakteenfreunde und die Schweizerische Kakteen-Gesellschaft wählten Cleistocactus strausii 2013 zum „Kaktus des Jahres“.

Cleistocactus strausii wächst strauchig, verzweigt von der Basis aus mit mehreren, aufrechten, säulenförmigen Trieben und erreicht Wuchshöhen von 1 bis 3 Metern. Die hellgrünen Triebe erreichen Durchmesser von bis zu 8 Zentimetern und sind vollständig von der dichten, weißen Bedornung verhüllt. Es sind 25 bis 30 Rippen vorhanden. Die darauf befindlichen Areolen stehen eng beieinander. Die etwa 4 Mitteldornen sind hellgelb und bis 2 Zentimeter lang. Die 30 bis 40 weißen Randdornen sind haarartig bis borstig und 1,5 bis 5 Zentimeter lang.
Die röhrenförmigen, dunkel weinroten Blüten stehen fast gerade von den Trieben ab. Sie sind 8 bis 9 Zentimeter lang. Die Blütenröhre ist sehr dicht mit seidigen Haaren bedeckt. Die birnen- bis kugelförmigen, roten Früchte erreichen einen Durchmesser von bis zu 2 Zentimetern.
Cleistocactus strausii ist im bolivianischen Departamento Tarija in Höhenlagen von 1800 bis 2600 Metern verbreitet. Die Erstbeschreibung als Pilocereus strausii erfolgte 1907 durch Emil Heese. Curt Backeberg stellte sie 1934 in die Gattung Cleistocactus.
In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Least Concern (LC)“, d.h. als nicht gefährdet geführt.
Goldkugelkaktus (2008) | Königin der Nacht (2009) | Bauernkaktus (2010) | Blattkaktus (2011) | Seeigelkaktus (2012) | Silberkerzenkaktus (2013) | Schlumbergera truncata (2014) | Muttertagskaktus (2015) | Discocactus horstii (2016)

HD 209458

HD 209458, auch bekannt unter seiner Veränderlichen-Bezeichnung V376 Pegasi, ist ein Stern mit der scheinbaren Helligkeit 8 mag im Sternbild Pegasus. Der Stern ist der Sonne sehr ähnlich, hat die Spektralklasse G0 V und ist von der Sonne 160 Lichtjahre weit entfernt. 1999 entdeckten zwei Teams unabhängig voneinander die Existenz eines Begleiters mit der Bezeichnung HD 209458 b.
Die Masse des Sterns beträgt etwa 110 % der Sonnenmasse, der Radius ist etwa 1,1-fach größer als der der Sonne. Die Oberflächentemperatur von 6000 Kelvin erzeugt eine 1,6-fach hellere Leuchtkraft als die der Sonne. Das Alter des Sternes wird auf 4 bis 7 Milliarden Jahre geschätzt, die Rotation um die eigene Achse dauert 14,4 Tage.
Hauptartikel: HD 209458 b
Der Planet mit der Bezeichnung HD 209458 b steht im Blickpunkt der Forschung, weil bei ersten Untersuchungen starke Anzeichen für Wasserdampf gefunden wurden. Die Masse des Planeten beträgt 69 % der Jupitermasse. Mit einem Bahnradius von 0,045 AE umläuft er seinen Zentralstern 8-mal dichter als Merkur. Ein Umlauf dauert lediglich dreieinhalb Tage.

Stephen Gionta

Stephen Gionta (* 9. Oktober 1983 in Rochester, New York) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, der seit 2010 bei den New Jersey Devils in der National Hockey League unter Vertrag steht. Sein älterer Bruder Brian Gionta ist ebenfalls professioneller Eishockeyspieler.

Stephen Gionta begann seine Karriere als Eishockeyspieler in seiner Heimatstadt bei den Rochester Junior Americans, für die er in der Saison 1999/2000 in der Juniorenliga North American Hockey League aktiv war. Anschließend spielte er zwei Jahre lang für das USA Hockey National Team Development Program in der United States Hockey League sowie der NAHL. Von 2002 bis 2006 besuchte er das Boston College und spielte parallel für dessen Eishockeymannschaft in der National Collegiate Athletic Association. 2003 wurde er in das All-Academic-Team der Hockey East gewählt, 2005 gewann er mit dem Boston College die Hockey-East-Meisterschaft. Gegen Ende der Saison 2005/06 gab der Flügelspieler sein Debüt im professionellen Eishockey, als er mit einem Probevertrag ausgestattet in drei Spielen für die Albany River Rats aus der American Hockey League fünf Tore und eine Vorlage erzielte.
Von 2006 bis 2010 spielte Gionta für die Lowell Devils in der American Hockey League. Anschließend erhielt er im August 2010 einen Vertrag als Free Agent bei den New Jersey Devils aus der National Hockey League, für die er in der Saison 2010/11 allerdings nur zwölf Spiele bestritt, während er überwiegend für deren neues AHL-Farmteam Albany Devils zum Einsatz kam. Den Großteil der folgenden Spielzeit verbrachte er erneut bei den Albany Devils in der AHL, ehe er kurz vor den Playoffs in den NHL-Kader der New Jersey Devils berufen wurde.
Für die USA nahm Gionta an der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2001 teil. Im Turnierverlauf erzielte er in sechs Spielen zwei Tore. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Stockholm und Helsinki gehörte Gionta der Herren-Nationalmannschaft an und gewann mit dieser die Bronzemedaille.
Stand: Ende der Saison 2014/15
Torhüter: Keith Kinkaid | Cory Schneider  Verteidiger: Andy Greene (C) | Adam Larsson | Jon Merrill | John Moore | David Schlemko | Damon Severson | David Warsofsky  Angreifer: Joseph Blandisi | Reid Boucher | Michael Cammalleri (A) | Ryane Clowe | Patrik Eliáš (A) | Bobby Farnham | Stephen Gionta | Adam Henrique (A) | Jacob Josefson | Sergei Kalinin | Tyler Kennedy | Kyle Palmieri | Tuomo Ruutu | Devante Smith-Pelly | Jiří Tlustý | Jordin Tootoo | Travis Zajac (A)  Cheftrainer: John Hynes  Assistenztrainer: Alain Nasreddine | Geoff Ward   General Manager: Ray Shero