Rocksmith

Rocksmith ist eine Videospielreihe von Ubisoft, bei dem der Spieler mit einer E-Gitarre oder einem E-Bass spielt. Die letzte Version Rocksmith 2014 wurde im Jahr 2013 veröffentlicht.
Ziel des Spiels ist es, im Stile anderer Rhythmusspiele wie Guitar Hero oder Rockband, Noten und Akkorde zum richtigen Zeitpunkt zu treffen und Musikstücke zu begleiten. Dabei muss der Spieler mit einer echten E-Gitarre spielen, deren Audiosignale durch einen Adapter (Real-Tone-Cable) umgesetzt werden und vom Spiel interpretiert werden. Entspricht der gespielte Ton dem geforderten Ton, wird dies vom Spiel erkannt und in die Bewertung des Spielers einbezogen.
Durch die Fähigkeiten des Spielers steigert sich die Anzahl und Komplexität der zu spielenden Töne durch einen dynamischen Schwierigkeitsgrad bis hin zum sogenannten „Meistermodus“ in welchem man das jeweilige Lied „blind“ spielt. Anders als bei Guitar Hero oder Rockband ist der Spieler früher oder später in der Lage, die Lieder komplett alleine zu spielen. Somit kann man Rocksmith auch als Lernprogramm für Gitarristen bezeichnen.
Rocksmith wurde 2011 in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Die erste Erweiterung, bei dem der Spieler auch Bass spielen konnte, wurde zusammen mit dem Hauptspiel im Jahr 2012 auch in Europa veröffentlicht. Rocksmith 2014 wurde weltweit im Jahr 2013 für Xbox 360, PlayStation 3, PC und Mac veröffentlicht.

Sandberg (Flensburg)

Sandberg Stadtteil von Flensburg
Blick auf den Sandberg mit der Windmühle St. Johannis
Sandberg (dänisch Sandbjerg ) ist ein Stadtteil von Flensburg, der sich südöstlich der Stadt befindet. Zum Stadtteil gehören die Stadtbezirke Achter de Möhl und Adelbylund sowie der Campus (Sünderup-West). Mit Adelbylund gehört der Stadtteil zur Region Angeln.

1764 fand der Hafermarkt, der heute zum Sandberg gehört, erstmals seine Erwähnung. 1808 wurde die Windmühle St. Johannis errichtet, welche noch heute eine Art Wahrzeichen des Stadtteils darstellt, trotz des momentanen Zerfalls. Doch der Stadtteil gehörte nicht von Anfang an zu Flensburg. 1875 wurde das Gebiet Achter de Möhl eingemeindet. Dieser Teil bildet heutzutage zusammen mit dem 1970 eingemeindeten Adelbylund den Stadtteil Sandberg. 1974 wurde zudem das benachbarte Sünderup eingemeindet, das zumindest heute dem Stadtteil Tarup zugeordnet ist. Im 20. Jahrhundert siedelten sich im Stadtteil Flensburgs Hochschulen, die Fachhochschule Flensburg mit der Universität Flensburg an. Damit entstand direkt westlich von Sünderup der Campus. Am Rande des Stadtteils liegt zudem die Wirtschaftsakademie Flensburg, die zumeist noch zu St. Johannis gezählt wird. Der Anteil der 18-30 Jährigen ist wegen den besagten Gründen besonders hoch im Stadtteil. Des Weiteren ist die Büchereizentrale Schleswig-Holstein dort seit vielen Jahren ansässig.
Altstadt (Innenstadt) | Engelsby | Friesischer Berg | Fruerlund | Jürgensby | Mürwik | Neustadt | Nordstadt | Sandberg | Südstadt | Tarup | Weiche | Westliche Höhe

Der Mann in den Bergen (Fernsehserie)/Episodenliste

Dies ist die Episodenliste von Der Mann in den Bergen. Die Auflistung bietet einen Überblick über die 37 Episoden der US-amerikanischen Westernfernsehserie Der Mann in den Bergen (Originaltitel: The Life and Times of Grizzly Adams). Die Erstausstrahlung fand in den Vereinigten Staaten am 9. Februar 1977 bis zum 19. Dezember 1978 auf NBC statt. In Deutschland wurde die Serie ab dem 26. August 1979 bis zum 12. Juli 1981 in der ARD ausgestrahlt. Damals wurden nur 23 der 37 Episoden gezeigt. Die im Original 60 Minuten langen Episoden wurde für die deutsche Ausstrahlung auf 45 Minuten gekürzt. Erstmals alle Teile zeigte ProSieben vom 3. Dezember 1989 bis zum 25. August 1990.
Vor der Serie lief in den USA am 13. November 1974 der Pilotfilm The Life and Times of Grizzly Adams. In Deutschland kam der Film mit dem Titel Der Mann in den Bergen am 25. April 1981 in der ARD zur Ausstrahlung. Als Special nach der Serie wurde am 21. Februar 1982 auf NBC der zweistündige Film The Capture of Grizzly Adams (deutsch Die Gefangennahme von Grizzly Adams) ausgestrahlt. In Deutschland lief er am 5. Januar 1992 unter dem Titel Grizzly Adams: Auf der Flucht.

Neben den menschlichen Darstellern traten auch einige Tiere in der Serie in Erscheinung. Die beiden bekanntesten waren Ben, der Grizzlybär (benannt nach Benjamin Franklin) und Nummer 7, das Maultier von Mad Jack.
Die Erstausstrahlung der ersten Staffel war vom 9. Februar bis zum 26. Oktober 1977 auf dem US-amerikanischen Sender NBC zu sehen. Die Staffel beinhaltet 13 Episoden.
Die Erstausstrahlung der zweiten Staffel war vom 28. September 1977 bis zum 19. Dezember 1978 auf dem US-amerikanischen Sender NBC zu sehen. Die Staffel beinhaltet 24 Episoden.

Färöischer Fußballpokal 1996

Der Färöische Fußballpokal 1996 fand zwischen dem 17. März und 8. September 1996 statt und wurde zum 42. Mal ausgespielt. In der Wiederholung des Endspiels, welches jeweils im Gundadalur-Stadion in Tórshavn auf Kunstrasen ausgetragen wurde, siegte GÍ Gøta mit 5:3 nach Verlängerung gegen Titelverteidiger HB Tórshavn und konnte den Pokal somit zum dritten Mal gewinnen.
GÍ Gøta und HB Tórshavn belegten in der Meisterschaft die Plätze eins und drei. Da GÍ Gøta dadurch das Double erreichte, nahm HB Tórshavn an der Qualifikation zum Europapokal der Pokalsieger 1997/98 teil. Mit Royn Hvalba erreichte ein Drittligist die Gruppenphase.

Teilnahmeberechtigt waren folgende 21 A-Mannschaften der vier färöischen Ligen:
  B36 Tórshavn
  B68 Toftir
  B71 Sandur
  FS Vágar
  GÍ Gøta
  HB Tórshavn
  ÍF Fuglafjørður
  KÍ Klaksvík
  TB Tvøroyri
  VB Vágur
  EB/Streymur
  LÍF Leirvík
  NSÍ Runavík
  SÍ Sørvágur
  SÍ Sumba
  Skála ÍF
  Æsir Vestmanna
  Fram Tórshavn
  Royn Hvalba
  AB Argir
  Skansin Tórshavn
Sämtliche Erstligisten sowie die Zweitligisten EB/Streymur, NSÍ Runavík und SÍ Sumba waren für die Gruppenphase gesetzt. Die verbliebenen Mannschaften spielten in zwei Runden die restlichen drei Teilnehmer aus. In der Gruppenphase spielte jede Mannschaft zwei Mal gegen jede andere, wobei sich die Erst- und Zweitplatzierten jeder Gruppe für die nächste Runde qualifizierten. Anschließend wurde im K.-o.-System weitergespielt.
Die Partien der Qualifikationsrunde fanden am 17. März statt.
Die Partien der 1. Runde fanden am 23. und 24. März statt.
Die Partien der Gruppenphase fanden zwischen dem 30. März und 3. Mai statt.
Die Viertelfinalpartien fanden am 16. Mai statt.
Die Hinspiele im Halbfinale fanden am 5. Juni statt, die Rückspiele am 28. und 29. Juni.
Das erste Finalspiel fand am 4. August statt. Da dieses auch nach Verlängerung unentschieden stand, wurde ein Wiederholungsspiel für den 8. September angesetzt.

Bei gleicher Anzahl von Treffern sind die Spieler nach dem Nachnamen alphabetisch geordnet.
1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015

Pirchkogel

Der Pirchkogel von Südosten
Der Pirchkogel (oder auch Pirchkogl) ist ein 2828 m hoher Berg in den Stubaier Alpen in Tirol. Er gilt als guter Aussichtspunkt.
Der Pirchkogel erhebt sich nördlich von Kühtai (2017 m) und der direkt an der Straße über den Kühtaisattel gelegenen Dortmunder Hütte (1948 m). Er umrahmt mit seinen Gratausläufern, den östlich liegenden Irzwänden (2757 m) und dem südlich liegenden Grießkogel (Vorderer 2666 m und Hinterer Grießkogel 2673 m) ein Plateau, welches als Schwarzmoos bezeichnet wird.
Hier befinden sich vier kleine Bergseen, darunter der Gossenköllesee auf 2413 m, bis zu denen sich das Skigebiet Kühtai vom Tal herauf erstreckt. Bis zum Jahr 2014 war mit 85 ha das kleinste österreichische UNESCO-Biosphärenreservat im Bereich der Seen ausgewiesen, mit Langzeitforschung zur Gewässerökologie der Universität Innsbruck. Wegen der geringen Größe und der von der Verwaltung nicht vorgenommenen Zonierung in Kern-, Puffer- und Entwicklungszone erfüllte dieses 1977 zu den ersten Biosphärenparks in Österreich zählende Gebiet die neuen Kriterien nicht mehr, die Österreichische UNESCO-Kommission erkannte dem Gebiet diesen Status ab. Gewässermonitoring und -forschung, welche bereits 1933 begonnen worden war, werden mit der am 9 m tiefen Gossenköllesee gelegenen limnologischen Forschungsstation fortgeführt. Forschungsergebnisse beziehen sich auf die wechselnden Wachstumsbedingungen in der hochalpinen Landschaft infolge der Klimaschwankungen der letzten 800 Jahre. Die Sedimentproben spiegeln auch den höheren Nährstoffeintrag durch die im Mittelalter ab dem Jahr 1670 intensivierte Weidewirtschaft mit Schafen und Rindern nahe dem See wider (Schwaighof), die veränderten Mineralien im Seeboden weisen auf den Besatz mit Bachforellen (Salmo trutta morpho fario) bereits seit dieser Zeit hin.
Mehrere Wege führen zum Gipfel des Pirchkogels: Der Weg über den auch Schafjoch genannten Nordwestrücken kann von Silz über die Silzer Alm oder von Ochsengarten erreicht werden. Von Stams führt ein Anstieg über das nordöstlich vom Gipfel hinabziehende Schneetal. Der beliebteste und kürzeste Weg ist der südostseitige Steig von Kühtai aus. Alle diese Routen sind im Winter auch beliebte Schitouren.
Am Pirchkogel steht nur eine Signalstange aber kein Gipfelkreuz. Es ist etwas weiter unten am Marlstein zu finden, wo man es vom Westen und Norden aus sehen kann.

Glanrind

Das Glanrind ist eine traditionelle Rasse des Hausrinds, die vorwiegend in Rheinland-Pfalz beheimatet ist. Zwischenzeitlich vor allem wegen der geänderten Anforderungen fast ausgestorben, gibt es heute knapp 2000 Tiere. Züchter führen als Vorteile der Rasse vor allem vielseitige Haltungs- und Nutzungsmöglichkeiten an, wobei heute größerer Wert auf die Fleischleistung gelegt wird.
Glanrinder haben eine Widerristhöhe von 140 – 145 cm (Bullen) bzw. 135 – 140 cm (Kühe) und ein Gewicht von 1000 – 1200 kg (Bullen) bzw. 600 – 750 kg (Kühe). Wichtiges Zuchtziel ist zudem das einfarbig gelbliche Fell.
Die heutige Rasse des Glanviehs begründete Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken mit der Körverordnung vom 12. September 1773, die die Verbesserung des einheimischen roten kleinen Landviehs durch Deckbullen des Simmentaler und Berner Höhenviehs verlangte. Bereits 1762 hatte die Einfuhr der Schweizer Rinder begonnen, sodass hier der Beginn der Glanviehzucht angesetzt werden kann.
An Donnersberg und Glan entwickelten sich nun zwei unterschiedliche Viehschläge; neben dem leichten, milchergiebigen Glanrind auch ein schweres Arbeitsrind, die Donnersberger. Im 19. Jahrhundert entstand durch Vermischung (Damals hieß das „Blutaustausch“) der beiden der Glan-Donnersberger, der in den Hunsrück, den Westerwald und die Eifel ausgeführt wurde.
Erste Zuchtverbände wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts (ab ca. 1880) gegründet. Der erste für das Glanrind 1895 in Meisenheim am Glan und der erste für das Glan-Donnersberger Rind 1878 in Quirnbach/Pfalz, der damit auch die erste lokale Zuchtorganisation für die Glan-Donnersberger Rasse überhaupt war. Daneben entstanden für beide Unterschläge noch viele kleine Zuchtverbände, die erst zur Wende zum 20. Jahrhundert von zwei großen Organisationen ihren jeweiligen Zusammenschluss fanden. So wurde 1898 für das Glan-Donnersberger Rind der gleichnamige Zuchtverband mit Sitz in Kaiserslautern gegründet, während für das Glanrind erst 1912 der Zusammenschluss der örtlichen Zuchtgenossenschaften zum Verband Rheinischer Glanviehzuchtgenossenschaften mit Sitz in Trier erfolgte. Im beginnenden Dritten Reich wurde dieser eher schwache Verband durch die Straffung seiner Organisation gestärkt, wobei 1934 die Umbenennung in Verband Rheinischer Glanviehzüchter erfolgte. (Anmerkung: Ein Verband mit diesem Namen oder einer ähnlichen Bezeichnung gibt es heute nicht mehr.)
In den 1920er Jahren begann man bereits aus dem Jahr 1912 stammende Pläne umzusetzen und begann mit der Blutauffrischung durch das gelbe Frankenrind. Diese züchterische Maßnahme ist nicht mit einer Einkreuzung gleichzusetzen. Ein Jahrzehnt später erhielt die Zucht auf Milchleistung Priorität im Zuchtziel. Die Arbeitsleistung, vormals einer der Vorteile der Rasse, wurde immer unwichtiger und rangierte nunmehr noch hinter der Fleischleistung an dritter Stelle. Zur Verbesserung der Milchleistung wurde ab ca. 1950 das Rote Dänische Milchrind eingekreuzt, was entweder zum Verlust einer guten Milch- oder einer guten Fleischleistung führte. Da die aktive Zuchtpopulation einfach zu klein war, um die durchaus vorhandenen Anlagen sowohl für eine ansprechende Milch- als auch für eine hervorragende Fleischleistung genetisch zu verankern, begann der Niedergang der Rasse. Der pfälzische Verband präferierte die Steigerung der Milchleistung im Zuchtziel, was ab 1970 auf die Verdrängungskreuzung der alten Glan-Donnersberger mit dem Angler Rind hinauslief. Nördlich davon suchte der Trierer Verband sein Heil in der Einkreuzung mit den gelben Franken, was zwar die Fleischleistung steigerte, aber einen starken Rückgang in Bezug auf die Milchergiebigkeit bedeutete. 1967 wurde die Reinzucht eingestellt. 1972 löste sich der Verband rheinischer Glanviehzüchter auf.
1984 bzw. 1985 wurde der Verein zur Erhaltung und Förderung des Glanrindes ins Leben gerufen. Auf der Suche nach Glanrindern alten Typs wurden nur 25 Kühe entdeckt, darunter nur vier reinrassige. Lebende reinrassige Bullen gab es nicht mehr, allerdings war noch Gefriersperma von Bullen gelagert, die nicht nur im Phänotyp der Rasse entsprachen, sondern auch bis zu 25 % Glanblut bzw. 72 % Lahn-Glanblut führten; Sperma eines reinrassigen Glanbullen gab es leider nicht mehr. Zur Erhaltung der Rasse wurden deshalb insbesondere Bullen verwandter Rassen, mit Glanblutanteilen (z. B. Dt. Gelbvieh, Lahnrind, Glan-Donnersberger Rotvieh) eingesetzt.
In verschiedenen Verbänden wird heute die Zucht des Glanrinds betrieben. Besonderen Wert legt man dabei auf die Fleischleistung. Nennenswerte Bestände befinden sich in Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen.
Das Glanrind wurde zusammen mit dem Originalen Braunvieh und dem Deutschen Schwarzbunten Niederungsrind von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ 2016 erklärt.
Kärntner Brillenschaf (1984) | Murnau-Werdenfelser-Rind (1986) | Schwäbisch-Hällisches Landschwein (1987) | Schleswiger Kaltblut (1988) | Waldschaf (1989) | Angler Sattelschwein (1990)] | Rhönschaf (1991) | Hinterwälder Rind (1992) | Thüringer Waldziege (1993) | Westfälisches Totlegerhuhn, Diepholzer Gans, Pommernente (1994) | Buntes Bentheimer Schwein (1995) | Schleswiger Kaltblut (1996) | Rotes Höhenvieh (1997) | Weiße gehörnte Heidschnucke, Altdeutscher Hütehund (1998) | Wollschwein (1999) | Rottaler Pferd (2000) | Bayerische Landgans, Bergischer Kräher, Bergischer Schlotterkamm, Krüper (2001) | Angler Rind alter Zuchtrichtung (2002) | Haus- und Hofhunde (Spitze und Pinscher) (2003) | Leutstettener Pferd, Dunkle Biene (2004) | Bentheimer Landschaf (2005) | Deutsches Sattelschwein (2006) | Murnau-Werdenfelser-Rind (2007) | Bronzepute (2008) | Alpines Steinschaf (2009) | Meißner Widderkaninchen (2010) | Limpurger Rind (2011) | Deutscher Sperber (2012) | Leineschaf (2013) | Dülmener (2014) | Deutsches Karakul (2015) | Regionale Rinderrassen (Original Braunvieh, Glanrind und Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind) (2016)

Fürstenpalast in Monaco

Der Fürstenpalast in Monaco (französisch Palais Princier de Monaco), auch Fürstenpalast der Grimaldis genannt, ist die offizielle Residenz des Fürsten von Monaco.
Auf dem Felsen le Rocher am Mittelmeer entstand 1191 eine genuesische Befestigung. Von dieser mittelalterlichen Burg sind heute noch drei restaurierte Türme mit Schwalbenschwanzzinnen auf der rechten Palastseite erhalten. Es folgten zahlreiche Erweiterungen. Im 15. Jahrhundert musste die Anlage zu einer Garnison umgebaut werden. Anschließend begannen die Herrscher von Monaco, die Anlage zu einem Palast umzugestalten und fügten seit 1520 die repräsentativen Gebäulichkeiten hinzu mit Flügelbauten um den Ehrenhof von dem eine weiße, marmorne Freitreppe in Hufeisenform zu der Loggia, der Herkules-Galerie führt. Louis I. veranlasste den Bau des barocken Hauptportals mit dem Grimaldi-Wappen und der Treppe nach dem Vorbild von Schloss Fontainebleau. Die 30 Stufen sind aus einem einzigen Marmorblock aus Carrara gefertigt. Orazio Ferrari schmückte die Loggia mit den Darstellungen der Taten des Herakles. Fürst Honoré II. von Monaco ließ 1632 den Ostflügel erbauen. Die barocke Inneneinrichtung stellte Fürst Charles III. nach der Französischen Revolution um 1865 wieder her. Baugeschichtlich ist der Palast ein Konglomerat verschiedener Stilrichtungen vom Mittelalter über die Renaissance bis zum 19. Jahrhundert.
Zu den Palast-Räumen gehört als Hauptraum der Thronsaal. Das Deckengemälde des Spiegelgewölbes mit der Darstellung der Auslieferung an Alexander den Großen schuf Orazio de Ferrari. Der Löwenthron steht an der Langseite. Die Fußböden des Palastes sind aus Carrara-Marmor. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Spiegel-Galerie, die Enfilade mit dem Blauen Salon, dem Roten-Salon mit rotem Brokat, Bildern von Jan Brueghel dem Älteren, Charles Lebrun und französischen Möbeln des 18. Jahrhunderts. Es folgt der York-Raum, ein Schlafzimmer mit den Bildern der vier Jahreszeiten von Gregorio de Ferrari, der Gelbe Salon, das Schlafzimmer Ludwigs XV. und der Mazarin-Salon. Diese Räumlichkeit ist in einem Goldton und mit Täfelungen gehalten. Über dem Kamin hängt das Porträt Jules Mazarins.
Von Honoré II. stammt die Basis der fürstlichen Kunstsammlung mit Werken von Domenico Ghirlandaio, Tizian, Albrecht Dürer, Raffael, Peter Paul Rubens und Michelangelo.
Teile des Palastes sind zeitweise der Öffentlichkeit als Museum zugänglich. Im linken vorderen Palastteil befindet sich das Museum Napoleons mit Erinnerungsstücken aus der napoleonischen Ära. Der Fürstenpalast liegt in Monaco-Ville, der Altstadt.
43.7311111111117.4197222222222Koordinaten: 43° 43′ 52″ N, 7° 25′ 11″ O

Umwälzpumpe (Heiztechnik)

Eine Umwälzpumpe in einer Heizungsanlage ist eine Kreiselpumpe, die das erwärmte Wärmeträgermedium (meist Wasser) zu den Heizkörpern und Hausanschlussstationen im geschlossenen Kreislauf fördert und gleichzeitig von dort das abgekühlte Wasser aus dem Rücklauf wieder zurückführt, um es in der Heizung erneut zu erwärmen.

Als Heizkreis wird der Kreislauf bezeichnet, in dem die Umwälzpumpe lediglich die Arbeit zur Überwindung der Reibung im Leitungssystem leisten muss. Im geschlossenen Kreislauf findet bilanziert, vom Thermosyphon-Effekt (s.a. Thermosiphon-Konvektionsbremse) abgesehen, keine Hubarbeit statt.
Vor der Verfügbarkeit von elektrischer Energie funktionierten Warmwasserheizungen nach dem Schwerkraftprinzip. Noch bis in die 1960er und in der damaligen DDR bis Mitte der 1980er Jahre wurden auch Neubauten damit ausgerüstet. Der westfälische Ingenieur Wilhelm Opländer (WILO) entwickelte jedoch bereits im Jahr 1928 den weltweit ersten Umlaufbeschleuniger für Heizungskreisläufe und damit den Vorläufer der heutigen Umwälzpumpe.
Mit dem Einsatz von Umwälzpumpen können komplexere Heizkreise mit dünneren Rohren realisiert und die Heizenergie durch bedarfsabhängige Steuerungen effizienter genutzt werden. Heizungsbauer bezeichnen sie gerne als Schwerkraftbeschleuniger. Sie fördern relativ große Wassermengen und bauen dabei nur geringe Pumpendrücke auf, die letztlich vom Rohrströmungswiderstand abhängig sind.
Um die Betriebskosten der meist elektrisch betriebenen Umwälzpumpen gering zu halten, ist es sinnvoll, sie mit der geringstmöglichen Leistung zu betreiben. Liefert der Heizkessel keine Wärmeenergie, sollte die Pumpe vollständig abgeschaltet werden.
Die Leistung von Umwälzpumpen kann meist an der Pumpe in drei oder mehr Stufen eingestellt werden.
Hier wird Drehzahl und Leistung automatisch dem Bedarf an umgewälztem Wasser angepasst. Dazu wird die Druckdifferenz zwischen Saug- und Druckseite ermittelt und die Motordrehzahl und damit die Leistung so gesteuert, dass der Differenzdruck weitestgehend konstant bleibt. Der Differenzdruck ist anlagenspezifisch und entsteht durch Reibung des umgewälzten Wasserstromes an den Rohrwandungen und durch Richtungswechsel an jedem Bogen.
Der notwendige Differenzdruck wird häufig bei elektronisch geregelten Pumpen als Förderhöhe in der seit den späten 1970er Jahren nicht mehr gesetzlich konformen Einheit Meter Wassersäule (mWS) angegeben. 10,2 mWS entsprechen 1 bar. Damit ist in geschlossenen Systemen nicht die Anlagenhöhe gemeint, sondern es ist lediglich ein Maß für die Überwindung des Strömungswiderstandes der Gesamtanlage bei gegebener Durchflussmenge.
Hier wird der Sollwert des Differenzdruckes in Abhängigkeit vom Volumenstrom verändert. Diese Regelung berücksichtigt, dass in der Heizungsanlage je nach Bedarf (Abnahme an Wärmeenergie) eine unterschiedliche Menge an warmem Wasser erforderlich wird, um die erforderliche Wärmeleistung in den Hausanschlußstationen bereitzustellen. Sie lohnt sich bei Umwälzpumpen, die größere Heiznetze versorgen und daher einen hohen Energiebedarf (ab 5 Kilowatt elektrisch) aufweisen. Dort spielen die Reibungsverluste des Wassers durch die Umwälzung im Rohrleitungssystem eine größere Rolle.
Besonders energiesparende Umwälzpumpen (Hocheffizienzpumpen) mit einer selbsttätigen elektronischen Regelung bis herunter zu 5 Watt sind in der Anschaffung zwar teurer als konventionelle Umwälzpumpen mit 40–100 Watt konstanter Leistungsaufnahme. Durch den geringeren Strombezug ist eine Amortisation jedoch schon nach wenigen Jahren gegeben. Mittlerweile gibt es auch für Umwälzpumpen ein Energielabel.
Da viele Pumpen während der Heizperiode in der Regel permanent mit konstant hoher Leistungsaufnahme in Betrieb sind, sind sie neben veralteten, schlecht isolierten Kühlgeräten die Hauptverursacher eines erhöhten Stromverbrauchs im Haushalt. Eine Heizungspumpe kann bis zu 20 Jahren in Betrieb bleiben. Bei einer Betriebsdauer von rund 7 Monaten jährlich (210 Tage = 5040 Stunden) benötigt eine alte Umwälzpumpe mit 85 bis 130 Watt Leistungsaufnahme 428–655 kWh an elektrischer Energie – eine geregelte Hocheffizienzpumpe (7–25 Watt Leistung) dagegen nur 35–126 kWh. Wenn pro Heizperiode 400 kWh nicht verbraucht werden, spart eine Hocheffizienzpumpe bei einem Strompreis von 27 ct/kWh jährlich 108 Euro Energiekosten. Das sind 1.620 Euro bei einer angenommenen Betriebsdauer von 15 Jahren – Verzinsung und Strompreissteigerungen nicht berücksichtigt.
In einer thermischen Solaranlage wird ein Wärmeträgermedium mittels einer Umwälzpumpe bei ausreichender Sonneneinstrahlung in die Sonnenkollektoren gepumpt, um die Wärmeenergie dann in einem Pufferspeicher zwischenzuspeichern bzw. zur Brauchwassererwärmung oder Heizung zu nutzen. Für diese Anlagen sind spezielle hitzeresistente Solar-Umwälzpumpen erforderlich, da die Sonnenkollektoren das Wärmeträgermedium im Extremfall auf über 200 °C erhitzen können.
Am 1. Januar 2013 trat die Europäische Ökodesign-Richtlinie (ErP) mit strengen Effizienzvorgaben für Pumpen in Kraft und wird in den Jahren 2015 und 2020 in zwei Stufen nochmals verschärft. Ungeregelte Umwälzpumpen in Nassläuferbauweise und ältere elektronisch geregelte Pumpen dürfen demnach nicht mehr angeboten werden.

Michael Kress

Michael Kress (* 1964 in München) ist ein deutscher Neo-Konzept-Künstler. Er lebt in Hamburg.

Kress greift in der Tradition der Konzept-Kunst auf deren bekannte Ordnungssysteme zurück, wie Schrift, Namensgebung, Bildzeichen oder sprachlogische Attribute. Seine Motive gewinnt er hingegen aus populären Kontexten, indem er aus einem isolierten Muster reproduzierbare Varianten entwickelt, z. B. mit einer Rollschrift der Namen von Filmstars (La Video) oder für Schönschriftlinien in Schulheften (Lineatur Nr.1 – Normerweiterung, 1991). In der Beziehung einzelner Elemente zueinander ergibt sich eine Struktur, die durch Wiederholung Normen entwickelt und Orientierung verspricht. Kress macht auf diese Strukturen immer wieder aufmerksam und findet durch neue Zusammenstellungen verblüffend einfache Bildlösungen, die Normen variieren ohne sie gänzlich aufzugeben, was naiv wäre. Die Herausbildung von Identität und Ordnung, wie sie beispielsweise in der oftmals krampfauslösenden Einübung des Schreibens immer und immer wiederholt wird, stellt er buchstäblich auf den Kopf durch Rückwärtsschriften (Links-Rück-Schreibung, 1990) oder die Umformung von Schönschriftlineaturen zu Zeichenzeilen (Normerweiterung). Die pädagogische Nötigung zur Schönschrift mutiert bei Kress zur Variation des Zeilenmusters, zu einem schönen, aber bedeutungslos verbleibenden Ornament. Regeln, die zur Norm erstarren und abgelöst vom sinnvollen Zusammenhang oder Gebrauch der Dinge eine eigene befremdende Existenz entwickeln, werden in Frage gestellt.
Michael Kress ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund.

Dieter Schott

Dieter Schott (* 10. Juni 1954 in Stuttgart) ist ein deutscher Historiker und seit 2004 Professor für Neuere Geschichte mit Schwerpunkt Stadt- und Umweltgeschichte am Institut für Geschichte der Technischen Universität Darmstadt.
Dieter Schott studierte von 1974 bis 1980 Geschichte, Anglistik und Politische Wissenschaft an der Universität Konstanz und an der Freien Universität Berlin. In Konstanz wurde er 1987 mit einer Arbeit über die „Konstanzer Gesellschaft 1918-1924“ promoviert. Seit 1985 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter (ab 1990: Wissenschaftlicher Assistent, ab 1996: Oberassistent) am Institut für Geschichte der TU Darmstadt, wo er 1996 mit der Arbeit „Die Vernetzung der Stadt“ habilitiert wurde. Von 2000 bis 2004 hatte er den Lehrstuhl „History of Urban Planning“ am Centre for Urban History der University of Leicester (Großbritannien) inne. 2004 wurde er auf die Professur für Neuere Geschichte mit Schwerpunkt Stadt- und Umweltgeschichte an der TU Darmstadt berufen.
Schott ist einer der führenden europäischen Stadt- und Umwelthistoriker. Unter anderem ist er Mitglied des Council der ‚International Planning History Society’, Vorsitzender der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung e.V. (GSU) und geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift „Informationen zur modernen Stadtgeschichte“.