Vazzola

Vazzola ist eine nordostitalienische Gemeinde (comune) mit 7028 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Treviso in Venetien. Die Gemeinde liegt etwa 22 Kilometer nordöstlich von Treviso nahe dem Canale Faver.
Altivole | Arcade | Asolo | Borso del Grappa | Breda di Piave | Caerano di San Marco | Cappella Maggiore | Carbonera | Casale sul Sile | Casier | Castelcucco | Castelfranco Veneto | Castello di Godego | Cavaso del Tomba | Cessalto | Chiarano | Cimadolmo | Cison di Valmarino | Codognè | Colle Umberto | Conegliano | Cordignano | Cornuda | Crespano del Grappa | Crocetta del Montello | Farra di Soligo | Follina | Fontanelle | Fonte | Fregona | Gaiarine | Giavera del Montello | Godega di Sant’Urbano | Gorgo al Monticano | Istrana | Loria | Mansuè | Mareno di Piave | Maser | Maserada sul Piave | Meduna di Livenza | Miane | Mogliano Veneto | Monastier di Treviso | Monfumo | Montebelluna | Morgano | Moriago della Battaglia | Motta di Livenza | Nervesa della Battaglia | Oderzo | Ormelle | Orsago | Paderno del Grappa | Paese | Pederobba | Pieve di Soligo | Ponte di Piave | Ponzano Veneto | Portobuffolé | Possagno | Povegliano | Preganziol | Quinto di Treviso | Refrontolo | Resana | Revine Lago | Riese Pio X | Roncade | Salgareda | San Biagio di Callalta | San Fior | San Pietro di Feletto | San Polo di Piave | San Vendemiano | San Zenone degli Ezzelini | Santa Lucia di Piave | Sarmede | Segusino | Sernaglia della Battaglia | Silea | Spresiano | Susegana | Tarzo | Trevignano | Treviso | Valdobbiadene | Vazzola | Vedelago | Vidor | Villorba | Vittorio Veneto | Volpago del Montello | Zenson di Piave | Zero Branco

James Fitzmaurice

James Michael Christopher Fitzmaurice (* 6. Januar 1898 in Dublin; † 26. September 1965 in Dublin) war Pilot der irischen Luftwaffe im Rang eines Colonels. Berühmt wurde er, als ihm am 12./13. April 1928 zusammen mit Hermann Köhl und Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld der erste Flug über den Nordatlantik von Ost nach West mit der Junkers W 33 Bremen gelang.

Seine Eltern waren Michael FitzMaurice und Mary Agnes O’Riordan und wohnten am North Circular Road, Dublin. 1902 zog die Familie nach Port Laoise (damals Maryborough), wo sein Vater im dortigen Gefängnis arbeitete. Fitzmaurice ging von Januar 1905 bis Ende 1913 in die Schule (St. Mary’s und dann CBS Port Laoise). Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldete er sich 1914 zum Militärdienst. 1915 wurde er nach Frankreich geschickt und dort verwundet, jedoch im Mai 1916 wieder eingesetzt. Mit 19 Jahren wurde er im Januar 1917 zum Korporal und bereits im November 1917 zum Unterleutnant befördert. Er wurde zum 1. Juni 1918 zur Militärpilotenschule nach Reading abgeordnet. Nach der Ausbildung sollte er am 11. November 1918 als Kampfflugzeugpilot wieder nach Frankreich geschickt werden, doch das Ende des Ersten Weltkriegs verhinderte dies.
Am 6. Januar 1919 heiratete er Violet „Bill“ Clarke. Er blieb in der Luftwaffe und wurde als Navigationsoffizier im Luftpostdienst zwischen Folkestone und Köln eingesetzt. Im Mai 1919 war er Navigator beim ersten europäischen Nachtpostflug von England nach Köln. Vorübergehend verließ er das Militär und arbeitete anderthalb Jahre als Versicherungsvertreter. Im Mai 1921 wurde seine einzige Tochter Patricia geboren; zur selben Zeit trat er in das neu gegründete Fliegerkorps der irischen Armee ein und wurde am 1. September 1927 Kommandant des Irish Air Corps, das sein Hauptquartier in Baldonnel, 19 km südwestlich von Dublin, hatte.
Fitzmaurice hatte seit dem geglückten Atlantikflug West–Ost von John Alcock und Arthur Whitten Brown im Jahr 1919 eigene Atlantikflugpläne in entgegengesetzter Richtung, was wegen der vorherrschenden Winde und Strömungen Motorflugzeugen lange Zeit als unmöglich galt. Bereits 1925 hatte er die nötigen Geldmittel zur Finanzierung eines solchen Unternehmens gesammelt, jedoch wurde ihm in jenem und im Folgejahr die Erlaubnis zum Start verweigert, da man den Aufbau des irischen Fliegerkorps nicht durch waghalsige Unternehmen gefährden wollte. Erst am 16. September 1927 konnte Fitzmaurice von Baldonnel aus gemeinsam mit dem Schotten R. H. Mac Intosh zu einem Atlantikflugversuch starten. Ihr Flugzeug war der 550 PS starke Fokker-Hochdecker „Princess Xenia“. Die Flieger mussten nach Erreichen des Ozeans wegen ungünstiger Witterung umkehren. War ihr Vorhaben auch gescheitert, so erregten sie dennoch Aufmerksamkeit, und deutsche Flieger zogen Baldonnel als künftigen Startplatz weiterer Atlantikflugversuche in Erwägung.
Weltberühmt wurde Fitzmaurice, als er am 12./13. April 1928 am Erstflug über den Nordatlantik von Ost nach West in der „Bremen“ als Kopilot teilnahm. Mit dem Piloten Hermann Köhl und dem Initiator des Fluges, Ehrenfried Günther Freiherr von Hünefeld waren die Flieger mit einer speziell präparierten Junkers W 33 vom Flugplatz Baldonnel gestartet. Die Maschine landete nach etwa 36 ½ h Flug in Greenly Island auf Neufundland. Jubelparaden und Glückwünsche überschütteten die Flugpioniere.
Nach dem erfolgreichen Flug wurde Fitzmaurice vom Major zum Colonel befördert, quittierte jedoch am 2. Februar 1929 seinen Dienst bei der irischen Luftwaffe. Er ließ sich im Januar 1931 scheiden. Im Jahr 1933 reiste er nach Deutschland, in der Hoffnung, bei deutschen Flugzeugherstellern eine Anstellung zu finden. Auf dieser Reise traf er auch Adolf Hitler. Während der 1930er-Jahre lebte er vorwiegend in der Umgebung von New York. Während des Zweiten Weltkriegs siedelte sich Fitzmaurice in der Nähe von London an und betrieb dort einen Club für Fliegerveteranen. Nach dem Krieg ging er zurück nach Irland.

Liste der Baudenkmale in Letschin

In der Liste der Baudenkmale in Letschin sind alle denkmalgeschützten Gebäude der brandenburgischen Gemeinde Letschin und ihrer Ortsteile aufgelistet. Grundlage ist die Veröffentlichung der Landesdenkmalliste mit dem Stand vom 31. Dezember 2011

Per Satzung zum Schutz des Denkmalbereiches Letschin Ortsteil Wilhelmsaue (Denkmalbereichssatzung Wilhelmsaue) ist der Ortsteil Wilhelmsaue denkmalgeschützt.
Alt Tucheband | Altlandsberg | Bad Freienwalde (Oder) | Beiersdorf-Freudenberg | Bleyen-Genschmar* | Bliesdorf | Buckow (Märkische Schweiz) | Falkenberg | Falkenhagen (Mark) | Fichtenhöhe | Fredersdorf-Vogelsdorf | Garzau-Garzin | Golzow* | Gusow-Platkow | Heckelberg-Brunow | Höhenland | Hoppegarten | Küstriner Vorland | Lebus | Letschin | Lietzen | Lindendorf | Märkische Höhe | Müncheberg | Neuenhagen bei Berlin | Neuhardenberg | Neulewin | Neutrebbin | Oberbarnim | Oderaue | Petershagen/Eggersdorf | Podelzig | Prötzel | Rehfelde | Reichenow-Möglin | Reitwein | Rüdersdorf bei Berlin | Seelow | Strausberg | Treplin | Vierlinden | Waldsieversdorf | Wriezen | Zechin | Zeschdorf
* für diese Gemeinde sind keine denkmalgeschützten Objekte ausgewiesen

Fred Schwind

Fred Schwind (* 3. März 1929 in Bad Vilbel; † 18. April 2004 in Marburg) war deutscher Historiker und Honorarprofessor mit dem Forschungsschwerpunkt hessischer und thüringischer Landesgeschichte. Sein zweites großes Interessen- und Forschungsgebiet galt der Zeit von den Karolingern bis zu den Staufern. Von 1974 bis 1991 leitete er das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg. Seine Werke zur hessischen Landesgeschichte, als auch zum deutschen Mittelalter haben hohe wissenschaftliche Bedeutung erlangt.

Fred Schwind wurde 1929 in Bad Vilbel geboren und wuchs in der Wetterau auf. Zunächst war er in seinem elterlichen Handwerksbetrieb als Metzgermeister tätig und legte im Jahre 1957 das externe Abitur ab. Anschließend studierte er an der Universität Frankfurt am Main die Fächer Geschichte, Latein und Pädagogik. Während seiner Studienzeit war er Mitarbeiter des Althistorikers Hermann Strasburger. 1966 wurde er dort bei Walter Schlesinger mit der Arbeit Die Landvogtei in der Wetterau. Studien zu Herrschaft und Politik der staufischen und spätmittelalterlichen Könige promoviert. Ab dem Sommersemester des Jahres 1966 assistierte er für zwei Jahre an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau dem dortigen Ordinarius für mittelalterliche Geschichte Josef Fleckenstein.
1968 kehrte er nach Hessen zurück. Schlesinger, der 1964 von Frankfurt nach Marburg berufen worden war, holte Schwind als wissenschaftlichen Mitarbeiter in das von ihm geleitete Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde. 1974 übernahm er dessen Leitung.
Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Frühjahr 1991 leitete Fred Schwind das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde, dessen Profil er in diesen Jahren nachhaltig prägte. Es gelang ihm nicht nur, 1984 mit dem lange erwarteten Text- und Erläuterungsband den seit Jahrzehnten von zahlreichen Forschern erarbeiteten, interdisziplinär konzipierten „Geschichtlichen Atlas von Hessen“ zum Abschluss zu bringen und als weiteres Grundlagenprojekte das von Walter Schlesinger begonnene „Historische Ortslexikon des Landes Hessen“ mit der Bearbeitung von fünf Bänden zügig voranzutreiben. Vielmehr regte er, die seit den Anfängen des Landesamts bestehende enge Verbindung von Geschichtswissenschaft und Kartographie fortführend, als neues großes Vorhaben den „Hessischen Städteatlas“ an, dessen Planung und Erarbeitung er in seinen letzten Dienstjahren intensiv gefördert und über seine Pensionierung hinaus in weiterführenden Diskussionen begleitet hat. Als wohl wichtigstes Einzelprojekt neben zahlreichen von ihm im Rahmen des Landesamts veranstaltete, meist interdisziplinären Tagungen beteiligte er das Institut an der viel beachteten Landesausstellung „Sankt Elisabeth. Fürstin – Dienerin – Heilige“, die 1981 anlässlich des 750. Todestages der Hl. Elisabeth von Thüringen auf dem Marburger Landgrafenschloss stattfand. Die wissenschaftliche Konzeption und die Vorbereitung dieser gemeinsam mit der Philipps-Universität Marburg durchgeführten Ausstellung standen weitgehend unter seiner Führung, ebenso der Katalog- und Begleitband der Ausstellung, der bis heute ein Standardwerk bildet.
Als Herausgeber im Selbstverlag des Landesamts erscheinenden Publikationen setzte Fred Schwind die Institutsreihe „Schriften des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde“ mit der Betreuung mehrerer Bände fort und er eröffnete weiterhin Historikern, aber auch Archäologen die Möglichkeit, ihre Forschungen – u.a. auch Dissertationen und Qualifizierungsarbeiten – in der von ihm begründeten kleineren Reihe „Untersuchungen und Materialien zur Verfassungs- und Landesgeschichte“ zu publizieren. Seine große Sorgfalt als Herausgeber von der Auswahl der Manuskripte bis zum Abschluss der Drucklegung kam in ganz besonderer Weise dem „Hessischen Jahrbuch für Landesgeschichte“ zugute, das gemeinsam vom Landesamt und der Arbeitsgemeinschaft der Historischen Kommissionen in Darmstadt, Frankfurt am Main, Marburg und Wiesbaden herausgegeben wird. In den Jahren 1970 bis 1987 entstanden 17 Bände unter seiner Schriftleitung, die er bis Mitte der 1970er-Jahre zusammen mit Karl E. Demandt, danach mit Thomas Klein ausübte. Fred Schwind hat in diesen Jahren das „Hessische Jahrbuch“ geprägt und seinen Rang als eine der führenden landesgeschichtlichen Zeitschriften im deutschsprachigen Raum begründet. Fred Schwinds letzter Beitrag erschien 2003 in Band 53, eine ausführliche kritische Würdigung der „Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen“ zum Wetteraukreis.
Fred Schwind war nicht nur Förderer der Grundlagenprojekte und als Herausgeber der beiden Schriftenreihen sowie des „Hessischen Jahrbuchs“ tätig. In gleicher Weise kam es dieser Einrichtung als einem außeruniversitären Forschungsinstitut zugute, dass es ihm gelang, neben seiner Mitwirkung in den hessischen Historischen Kommissionen, mehreren Beiräten, dem Denkmalrat und in wissenschaftlichen Gremien und Vereinen Kontakte zu außerhessischen Gelehrten, landesgeschichtlichen Unternehmungen sowie universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu knüpfen. Besonders zu nennen sind der Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte, das Institut für vergleichende Städteforschung, das Max-Planck-Institut für Geschichte und die Kommission für die Altertumskunde Mittel- und Nordeuropas der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Dass Fred Schwind diese vielfältigen und für das Landesamt bedeutsamen Beziehungen herstellen konnte, lag vor allem an seinem hohen Ansehen als Forscher und an seinem wissenschaftlichen Werk. Seine zahlreichen Arbeiten, die eine große zeitliche, inhaltliche und räumliche Breite aufweisen, reichen vom frühen bis zum späten Mittelalter und behandeln verfassungs-, sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Fragen ebenso wie Themen der Stadt- und Ortsgeschichte. Auch wenn die räumlichen Schwerpunkte vorwiegend in den zum heutigen Hessen zählenden Gebieten liegen, so hat Fred Schwind, der sich in hohem Maße dem Prinzip der vergleichenden Landesgeschichte verpflichtet fühlte und zugleich starkes Interesse an übergreifenden Fragen zur mittelalterlichen Verfassungs- und Wirtschaftsgeschichte besaß, auch Themen zu Thüringen, dem Südwesten und anderen Regionen aufgegriffen. Bei allen Forschungen legte er zugleich äußersten Wert auf Interdisziplinarität, insbesondere auf die Einbeziehung der Ergebnisse der Archäologie und Siedlungsgeographie, wovon mehrere profunde Studien Zeugnis ablegen. Im Vordergrund seines Interesses standen die mittelalterliche Herrschaftsbildung, deren Struktur und Wandel unter den jeweiligen spezifischen lokalen und regionalen Bedingungen, die Grundlagen der Königsherrschaft, hier nicht zuletzt die Reichsburgen und Königspfalzen, ländliche Verhältnisse, die städtische Verfassungs- und Sozialgeschichte, aber auch Aspekte der klösterlichen Wirtschaftsgeschichte, des Landesausbaus, der adeligen Lebensformen und der Alltagskultur.
Neben seinen Verpflichtungen als Direktor des Hessischen Landesamtes für geschichtliche Landeskunde und seiner Forschungstätigkeit bildete die akademische Lehre einen weiteren, zentralen Bereich seines Wirkens. Fast ohne Unterbrechung hat Fred Schwind seit dem Wintersemester 1969/70 bis 1997 an der Philipps-Universität Marburg gelehrt und landesgeschichtliche Übungen sowie Pro- und Hauptseminare zur mittelalterlichen Geschichte angeboten. Dem Vorbild seines Lehrers Walter Schlesinger folgend, stellte er die intensive Quellenarbeit in den Mittelpunkt und suchte die hier gewonnenen Einsichten auf zahlreichen Exkursionen durch unmittelbare Anschauung vor Ort zu vertiefen und zu erweitern. Die Philipps-Universität Marburg hat seine Verdienste um die akademische Lehre gewürdigt, indem sie ihm im Januar 1980 eine Honorarprofessur verlieh.
Einen weiteren Bereich, an dem Fred Schwind stark gelegen war, bildete die Vermittlung seiner Forschungsergebnisse an die historisch und heimatgeschichtlich interessierte Öffentlichkeit. Er hat diese Aufgabe sehr ernst genommen und eine breite Vortragstätigkeit im Lande entfaltet. Mit großem Engagement gelang es ihm, seinen Hörern in Geschichtsvereinen, bei Jubiläen oder sonstigen öffentlichen Veranstaltungen schwierige historische Zusammenhänge auf wissenschaftlicher Grundlage anschaulich nahe zu bringen, sie mit der Vergangenheit ihrer Heimat vertraut zu machen und ihnen tiefergehende historische Einsichten zu vermitteln.
Er ist vielen Einladungen zu Vorträgen gefolgt und hat nicht zuletzt auf diese Weise einen wesentlichen Beitrag zur verstärkten Wahrnehmung der hessischen Landesgeschichtsforschung im Lande selbst und zur landesgeschichtlichen Kultur in Hessen geleistet

Ialysos (Rhodos)

f6
Der Gemeindebezirk Ialysos (griechisch Ιαλυσός (m. sg.)) ist nach der antiken Stadt Ialysos benannt. Flächenmäßig ist Ialysos der kleinste Gemeindebezirk der griechischen Insel und Gemeinde Rhodos. Der Verwaltungssitz, heute Trianda genannt, ist nach der Stadt Rhodos die zweitgrößte Stadt der Insel.

Ialysos liegt an der Küste zur Straße von Rhodos im Nordosten der Insel, westlich des Kap Zonari. Nachbarbezirke sind die Stadt Rhodos im Osten, Kallithea im Südosten und Petaloudes im Südwesten und Westen.
Der Sage nach sollen die drei Städte Lindos, Ialyssos und Kamiros von drei Brüdern jeweils gleichen Namens gegründet worden sein, bei denen es sich um Nachkommen des ältesten der Heliaden, die wiederum von Helios und seiner Frau der Nymphe Rhode abstammten, gehandelt haben soll.
Rhodos nahm mit neun Schiffen unter Führung des Tlepolemos am Krieg gegen Troja teil, wobei Homer die drei rhodische Orte erwähnt, Lindos, Ialyssos und Kameiros. Dies wird unter anderem auch im Schiffskatalog des Homer erwähnt.
Minoische Funde belegen, dass Rhodos bereits ab dem frühen 2. Jahrtausend v. Chr. von Kretern besiedelt wurde. Die minosche Siedlung von Ialysos zählte im 16. Jahrhundert v. Chr. zu den größten Städten der Ägäis. Ab ca. 1450 v. Chr. übernahmen mykenische Griechen vom Festland die Macht nicht nur auf Kreta, sondern auch nach und nach in kretischen Besitzungen, so auch auf Rhodos. Die minoische Siedlung bestand nach heutigem Forschungsstand bis weit ins 14. Jahrhundert (Periode SM III A2) hinein, bis zu ihrem Ende sind die Funde jedenfalls stark minoisch beeinflusst. Doch auch danach hatte Ialysos wahrscheinlich eine herausragende Bedeutung. Mario Benzi ist der Meinung, dass es – neben Milet an der Westküste Kleinasiens – der wichtigste mykenische Außenposten im östlichen Ägaisraum war. Ausgrabungen brachten u. a. die größte und reichste bislang bekannte mykenische Nekropole der ägäischen Welt zu Tage. Diese wurde bereits von den Bewohnern der minoischen Stadt benutzt. Von der zugehörigen mykenischen Siedlung wurden dagegen bisher nur geringe Reste entdeckt. Wahrscheinlich sind große Teile durch Erosion oder spätere Überbauung vernichtet worden.
Der erneute Aufstieg der Insel begann ab dem 11. Jahrhundert v. Chr., nachdem die Dorer sich auf Rhodos niederließen. Diese gründeten die drei Städte Ialysos, Kameiros und Lindos, die als eigenständige Poleis Rhodos beherrschten, bis sie sich zusammenschlossen, um 408 v. Chr. an der Nordspitze der Insel die Stadt Rhodos zu gründen. Die Bedeutung der drei Städte wurde nicht zuletzt dadurch unterstrichen, dass sie sich in der Hexapolis dem dorischen Sechsstädtebund zusammen mit Kos, Knidos und Halikarnassos, die beiden letzteren auf dem kleinasiatischen Festland gelegen, befanden.

Juan Francisco de la Bodega y Quadra

Juan Francisco de la Bodega y Quadra (getauft 3. Juni 1743 in Lima (Peru); † 26. März 1794 in Mexiko-Stadt) war ein spanischer Marine-Offizier, Entdecker und Seefahrer.
Er segelte von 1774 bis 1788 für die spanische Marine von San Blas (im mexikanischen Staat Nayarit), erforschte den Pazifischen Nordwesten Nordamerikas bis nach Alaska. Er nahm an zwei Expeditionen teil (1775 und 1779) und kam in einer kriegerischen Auseinandersetzung in Mexiko ums Leben.

Juan Francisco de la Bodega y Quadra war der Sohn von Tomás de la Bodega y de las Llanas, einem Spanier, der in Staatsdiensten in Cuzco tätig war, und von Francisca de Mollinedo y Losada, die einer einflussreichen peruanischen Adelsfamilie entstammte. Er trat im Alter von 19 Jahren in die Akademie der Armada Española in Cádiz ein und wurde vier Jahre später Offizier. 1774 kam er nach San Blas, dem spanischen Hauptort für die Westküste Amerikas.
Als Kapitän auf dem Schoner Sonora segelte er zusammen mit Juan José Pérez Hernández in der von Bruno de Hezeta geführten Expedition. Dabei erkundete er die Küste des heutigen Kaliforniens und entdeckte rund 85 km nördlich der Bucht von San Francisco die Bodega Bay, die mitsamt der dort ab 1809 entstehenden Siedlung nach ihm benannt ist. Er führte sein Schiff noch weiter nach Norden als seine Begleiter und erreichte 58°30’ nördlicher Breite. Außerdem entdeckte und benannte er in Alaska den Bucareli Sound im Alexanderarchipel.
Er wurde 1776 nach Peru geschickt, um ein Schiff an die Nordwestküste zu begleiten. 1777 kehrte er mit der Fregatte Favorita nach San Blas zurück, ein Schiff, auf dem er unter dem Kommando von Ignacio de Arteaga nach Alaska fuhr. Sie sollten feststellen, wie weit der russische Einfluss in der Region bereits reichte und die Schiffe von James Cook aufbringen – der zu dieser Zeit allerdings längst auf Hawaii umgebracht worden war.
Bodega, der schon 1776 zum Ritter des Santiagoordens geschlagen worden war, wurde 1780 Fregattenkapitän. Bis 1781 übernahm er das Kommando in San Blas, ging 1783 nach Havanna und 1784 nach Cadiz in Spanien.
Sein Nachfolger an der Nordwestküste wurde der jähzornige Esteban José Martínez. Martinez kaperte kurzerhand vier britische Schiffe und brachte die Gefangenen nach San Blas. So glaubte er die britische Konkurrenz ausschalten zu können. William Pitt, der britische Premierminister, setzte Spanien bis an die Grenze des offenen Krieges unter Druck. Erst die Nootka Convention von 1790 entspannte die Situation.
Bodega, der inzwischen wieder in San Blas das Kommando übernommen hatte, segelte 1792 erneut nach Nootka Island, um die kleine Handelskolonie zu übernehmen. Mit diplomatischem Geschick und Freundlichkeit gewann er sämtliche Verhandlungsteilnehmer, seien es Briten, US-Amerikaner oder die beiden Häuptlinge Maquinna und Wickaninnish. Captain Robert Gray, ein amerikanischer Pelzhändler, war so voller Hochachtung, dass er seinen Sohn Robert Don Quadra Gray nannte. Immerhin erreichte er, dass weder Amerikaner noch Briten einen Handelsstützpunkt einrichteten, sondern das Gebiet neutralisiert wurde.
Quadra versuchte eine zweite Handelsstation bei Núñez Gaona (Neah Bay, Washington) einzurichten. Gleichzeitig ließ er die Küste zwischen Alaska und Washington kartographisch erfassen. Bodega verbrachte den Winter 1792–93 im kalifornischen Monterey. Im Frühjahr 1793 kehrte er nach San Blas zurück.
Doch seine Gesundheit war so angeschlagen, dass er sich in Guadalajara erholen musste. Er fiel einer Erhebung in Mexiko-Stadt am 26. März 1794 zum Opfer.
George Vancouver schrieb über ihn: “The well known generosity of my other Spanish friends, will, I trust, pardon the warmth of expression with which I must ever advert to the conduct of Senor Quadra; who, regardless of the difference of opinion that had risen between us in our diplomatic capacities at Nootka, had uniformly maintained toward us a character infinitely beyond the reach of my powers of encomium to describe. His benevolence was not only confined to the common rights of hospitality, but was extended to all occasions, and was exercised in every instance, where His Majesty’s service, combined with my commission, was in the least concerned.”

Gut Falkenberg

Gut Falkenberg gehört zur Gemeinde Lürschau im Landkreis Schleswig-Flensburg. Das Gut soll diesen Namen erhalten haben, da auf dem Areal lebende Falken von dort im Herbst nach Süden und im Frühjahr nach Norden geflogen sein sollen.
Der königlich dänische Kammerherr und Generalmajor Graf Heinrich von Reventlou (1763–1848, auch Reventlow genannt), verheiratet mit Gräfin Sophie von Baudissin (1778–1853), hatte Ende des 18. Jahrhunderts das Gebiet um den ehemaligen Freihof „Ruhekrug“ gekauft, um dort seine neue Hofanlage aufzubauen, der er nun den Namen „Falkenberg“ gab. Der „Ruhekrug“ war, wie sein Name sagt, eine alte Ruhestation am Rande des alten Ochsenwegs gewesen, in dem über Jahrhunderte die Händler mit ihren Zugochsen Station gemacht hatten.
In den Jahren 1796–1804 ließ Graf Reventlou das klassizistische Herrenhaus auf den Trümmern der benachbarten Wasserburg „Alt-Gottorp“ (alter Name:„Waterborg“) errichten, einem ovalen Wall mit einer halbmondförmigen Vorburg, einer Anlage der Schleswiger Bischöfe. Diese Burg war nach Einigung zwischen dem deutschen Kaiser Otto dem Großen (912–973) und dem dänischen König Harald Blauzahn (um 910–987) zur Einrichtung des Bistums Schleswig Mitte des 10. Jahrhunderts gebaut, jedoch spätestens im Jahr 1161 wieder verlassen worden (siehe: Schloss Gottorf) und verfiel in der Folgezeit.
Baumeister des repräsentativen Falkenberger Herrenhauses, ausgestattet mit wertvollen Stuckarbeiten, war der im Bau holsteinischer Gutshäuser und Schlösser erfahrene Architekt Carl Gottlob Horn (1734–1807), der ausschließlich im Dienst des Kaufmanns Heinrich Carl Graf von Schimmelmann und dessen Familie stand, des „reichsten Mannes Europas“. Die kunstvollen Wandmalereien in den Innenräumen, die auch heute noch erhalten sind, wurden vom italienischen Maler Giuseppe Anselmo Pellicia ausgeführt, der für seinen pompejianischen Stil bekannt war, ebenfalls in Schimmelmann’schen Diensten stand und seinerzeit auch die Herrenhäuser Emkendorf, Knoop und Ahrensburg ausgemalt hat.
Nachfolger Reventlous als Gutsherr von Falkenberg wurde dessen Schwiegersohn Adolph Baron von Blome (1798–1875). Dieser hatte im Jahr 1823 in Wittenberg Fanny Gräfin von Reventlou (1803–1856) geheiratet, die 1803 im gerade fertiggestellten Herrenhaus zu Falkenberg geboren war.
Im Deutsch-Dänischen Krieg (1848–1851) wüteten die Kämpfe auch auf Falkenberger Gebiet, da die wichtige Nord-Süd-Straße zwischen Park und Herrenhaus hindurch führte und den Gutshof durchtrennte. Das umfriedete Grab eines gefallenen dänischen Soldaten ist noch heute hier zu sehen.
Nach 1851 wurde der dänische König Friedrich VII. (1808–1863) Besitzer des Gutes. Er ließ das Herrenhaus zu einem kleinen Jagdschloss ausbauen und bewirtete in dem 12 Meter langen und 6 Meter breiten Festsaal seine Jagdgäste. Die ehemalige Gutseinfahrt verschloss das schmiedeeiserne Tor mit des Königs Initialen F. R. (Friedricus Rex), das heute restauriert direkt vor dem Herrenhaus steht.
Heute ist das nordisch schlichte und wohl proportionierte Herrenhaus verputzt, hat 9 Achsen und einen zweigeschossigen und dreieckig übergiebelten Mittel-Risalit. Das Dach ist mit Pfannen eingedeckt. Eigentümer war seit 1971 der Landwirt Claudius von Samson-Himmelstjerna (1930–2001), der Falkenberg schon seit 1958 bewirtschaftet hatte.
Im Jahr 1975 waren Gutshof und Gutshaus die Drehorte des TV-Dreiteilers „Der Stechlin“ nach dem Roman von Theodor Fontane mit u. a. Arno Assmann, Diana Körner, Willi Rose und Ulrich von Dobschütz. Zu diesem Zweck wurde das Gutshaus auf Kosten der Produktionsfirma renoviert und die Besitzer wohnten über Monate in einem Nebengebäude.
In den Jahren 1999 bis 2006 wurden Restaurierungs- und Umnutzungsmaßnahmen vorgenommen. So wurde u. a. auch der frühere Schweinestall zu Ferienwohnungen umgebaut.
Bereits während der Dreharbeiten zum TV-Film „Stechlin“ (1975) hatte es Hinweise auf weitere Wandmalereien gegeben, die man damals aber nicht weiter verfolgt hat. Erst im August 2010 fand man bei Restaurierungsarbeiten im Herrenhaus, die nach dem Eigentümerwechsel auf den Sohn, den Rechtsanwalt Armin von Samson-Himmelstjerna (* 1970), vorgenommen wurden, erneut klassizistische Wandbemalungen in recht gutem Erhaltungszustand, die – wie die schon früher entdeckten (siehe oben) – ebenfalls dem italienischen Maler Giuseppe Anselmo Pellicia zugeordnet werden. Diese Malereien im Gartensaal und in einem daneben gelegenen Kabinett zeigen Szenen aus der griechischen Mythologie mit flächig angelegten Ornamenten und großen Figuren.
54.5397222222229.5152777777778Koordinaten: 54° 32′ 23″ N, 9° 30′ 55″ O

Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1975

Die 8. Landtagswahl in Schleswig-Holstein fand am 13. April 1975 statt. Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg stellte sich erstmals der Wiederwahl und wurde dabei zum ersten Mal von Klaus Matthiesen, SPD-Fraktionschef und Oppositionsführer seit 1973, herausgefordert.
Bei der Landtagswahl 1971 hatte die CDU erstmals die absolute Mehrheit im Land errungen, die sie bei dieser Wahl nunmehr verteidigen wollte.
Die SPD unter Jochen Steffen konnte die Regierung nicht übernehmen. Steffen hatte sich nach seiner zweiten Niederlage aus der Politik zurückgezogen und Platz für Matthiesen gemacht.
Der von der Fünf-Prozent-Hürde befreite Südschleswigsche Wählerverband (SSW) war mit einem Abgeordneten im Landtag vertreten.
Wahlberechtigte: 1.840.596
Wähler: 1.514.646 (Wahlbeteiligung: 82,29 %)
Gültige Stimmen: 1.504.683
Die CDU konnte die absolute Mehrheit bei leichten Verlusten verteidigen. Die SPD erlitt ebenfalls leichte Verluste, während die FDP ihr Ergebnis fast verdoppelte und mit 7,1 Prozent der Stimmen in den Landtag zurückkehrte. Der SSW konnte sein Ergebnis von 1,4 Prozent halten und blieb weiterhin mit einem Abgeordneten Landtag vertreten.
1947 | 1950 | 1954 | 1958 | 1962 | 1967 | 1971 | 1975 | 1979 | 1983 | 1987 | 1988 | 1992 | 1996 | 2000 | 2005 | 2009 | 2012 | 2017

Wimbledon Championships 1963

Die 77. Auflage der Wimbledon Championships fand 1963 auf dem Gelände des All England Lawn Tennis and Croquet Club an der Church Road statt.
In diesem Jahr wurde die Regelung eingeführt, dass die Bekleidung der Spieler zum überwiegenden Teil weiß sein muss. Nachdem es am zweiten Samstag den ganzen Tag regnete, wurden die Endspiele aller vier Wettbewerbe am folgenden Montag ausgetragen.

Bei den Männern siegte der US-Amerikaner Chuck McKinley. Er setzte sich im Finale in drei Sätzen gegen Fred Stolle durch und errang seinen einzigen Titel bei einem Grand-Slam-Turnier.
Die Australierin Margaret Smith Court gewann ihren ersten von drei Einzeltiteln in Wimbledon. Insgesamt errang sie bis 1973 bei Grand-Slam-Turnieren 24 Einzeltitel, sowie darüber hinaus noch 19 Titel im Doppel.
Das Herrendoppel konnten die Mexikaner Rafael Osuna und Antonio Palafox für sich entscheiden.
Im Damendoppel waren Maria Bueno und Darlene Hard erfolgreich.
Im Mixed siegten Margaret Smith Court und Ken Fletcher.
1877 | 1878 | 1879 | 1880 | 1881 | 1882 | 1883 | 1884 | 1885 | 1886 | 1887 | 1888 | 1889 | 1890 | 1891 | 1892 | 1893 | 1894 | 1895 | 1896 | 1897 | 1898 | 1899 | 1900 | 1901 | 1902 | 1903 | 1904 | 1905 | 1906 | 1907 | 1908 | 1909 | 1910 | 1911 | 1912 | 1913 | 1914 | 1915 | 1916 | 1917 | 1918 | 1919 | 1920 | 1921 | 1922 | 1923 | 1924 | 1925 | 1926 | 1927 | 1928 | 1929 | 1930 | 1931 | 1932 | 1933 | 1934 | 1935 | 1936 | 1937 | 1938 | 1939 | 1940 | 1941 | 1942 | 1943 | 1944 | 1945 | 1946 | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016

Sakdina

Sakdina (Sakdi Na; Thai: ศักดินา, wörtl.: Macht über Land) ist ein in Ziffern ausgedrücktes Maß für gesellschaftlichen Rang , welches in Siam (dem heutigen Thailand) die Einstufung innerhalb der sozialen Hierarchie für alle Untertanen festlegte, ausgedrückt durch eine Maßeinheit, die Rai lautete, wobei 1 Rai einer Fläche von 1.600 m² entspricht.
Es hat sich wahrscheinlich aus dem Brauch entwickelt, dass Könige verdienten Untertanen Land einer gewissen Größe bewilligten. Später vergaben die Könige wohl mehrere Dörfer einschließlich Land und Einwohnern an ihre leitenden Berater. Die so verschenkten Kleinbauern hatten die Pflicht, ihren Oberherrn Frondienste zu leisten. Die Praxis, Land an unterschiedliche Kategorien von Untertanen zu verteilen, schrieb König Borommatrailokanat 1454 in seinem „Gesetz der zivilen, militärischen und Provinzhierarchien“ als das Sakdina-System fest. Gegen Ende der Ayutthaya-Periode war es voll ausgereift, so dass ein jeder Siamese, sei er nun ein Sklave, ein Militärbefehlshaber oder der Vizekönig, seine Position auf der Sakdina-Skala kannte. Zu jener Zeit war wohl die Verbindung einer Position zu einer bestimmten Größe Land verloren, dennoch wurden die Sakdina-Einheiten noch immer in Rai angegeben.
Sakdina bedeutet in übertragener Bedeutung auch „Macht über Arbeitskräfte“, die zur Bebauung dieses Landes notwendig waren. So wurde das gesellschaftliche Ansehen und die soziale Position innerhalb der Hierarchie entscheidend von der Anzahl der erwachsenen, arbeitsfähigen Personen bestimmt, die zur Gefolgschaft gehörten.
Ebenfalls aus der Anfangszeit dieses Systems stammt die einzige Ausnahme dieses Systems: der König selbst. Denn theoretisch verfügte der König über das gesamte Reich, so dass die Ziffer des an den König zuzuweisenden Landes unermesslich groß wäre.
Die Person mit dem höchsten Sakdina war der Uparat („Vizekönig“), nach dem König der zweitmächtigste Mann im Land. Ihm wurden 100.000 Rai Sakdina zugebilligt. Ein Prinz vom Rang eines Chao-Fa bekam 15.000 bis 50.000 Rai. Nachkommen des Königs sowie ihre Mütter hatten 6.000 bis 7.000 Rai. Beamten wurde je nach Rang von 400 bis hinauf zu 10.000 Rai zugewiesen. Nicht-adelige Bürger erhielten weniger als 400 aber mehr als 25 Rai, Sklaven hatten immerhin noch 5 Rai. Frauen, die die gleiche Arbeit oder Funktion ausübten wie Männer, hatten auch die gleiche Anzahl Rai.
Wurde eine Person innerhalb der Hierarchie befördert oder wurde ihm ein königlicher (Adels-) Titel verliehen, so wurde sein Sakdina-Anteil ebenfalls entsprechend erhöht. Beging eine Person ein Verbrechen, so wurde eine Strafe verhängt, die proportional zu seinem Sakdina-Status stand. Beispielsweise wurde ein Ehebrecher mit einem Sakdina von 10.000 Rai mit einer Summe von 2.000 Baht in Silber bestraft, bei einem Sakdina von 5.000 Rai betrug die Strafe 1.200 Baht, ein Sklave mit 5 Rai Sakdina musste 160 Baht bezahlen.
Erst König Chulalongkorn (Rama V.) schaffte am Anfang des 20. Jahrhunderts durch seine Reformen das Sakdina-System ab.
Der radikale Intellektuelle Chit Phumisak behauptete in seinem Werk Chomna khong Sakdina thai nai patchuban („Das Antlitz des thailändischen Feudalismus heute“) 1957, dass der Feudalismus des Sakdina-Systems noch lange nach seiner offiziellen Abschaffung, selbst nach dem Ende der absoluten Monarchie 1932 weiterbestünde.